Florian Pronold übergibt Förderbescheid an Gertrud Maltz-Schwarzfischer Bund fördert Radverkehr in Regensburg mit 1,1 Mio. Euro

Regensburg – In Regensburg wird die Infrastruktur für Fahrräder ausgebaut und mit dem öffentlichen Nahverkehr vernetzt. Das Projekt wird mit 1,1 Mio. Euro gefördert. Staatssekretär Florian Pronold übergab diese Woche Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer den Förderbescheid für das Verbundprojekt „Radverkehr in Regensburg – bestens verNETZt“.

Florian Pronold: „Für erfolgreichen Klimaschutz brauchen wir eine nachhaltige Mobilitätswende. Dabei geht es nicht nur darum, Menschen vom Auto auf das Fahrrad oder in die öffentlichen Verkehrsmittel zu bringen. Wichtig ist es, einen klugen Mix der bestehenden Angebote zu entwickeln. Die Stadt Regensburg, der Regensburger Verkehrsverbund und die Stadtwerk Regensburg.Mobilität GmbH verbessern mit ihrem vorbildlichen Projekt daher nicht nur die Radverkehrsinfrastruktur der Stadt, sondern vernetzen diese auch mit dem öffentlichen Nahverkehr. Durch geschlossene Wegeketten im Umweltverbund entstehen so echte Alternativen zum motorisierten Individualverkehr.“
Im Verbundprojekt „Radverkehr in Regensburg – bestens verNETZt“ wird die lokale Radverkehrsinfrastruktur in Regensburg ausgebaut, qualitativ stark verbessert und mit dem öffentlichen Nahverkehr vernetzt. Neben der Stadt Regensburg, die für die Koordination des Projektes zuständig ist, nehmen der Regensburger Verkehrsverbund und das Stadtwerk Regensburg.Mobilität als Verbundpartner an dem Projekt teil.

Zu den Maßnahmen, die gefördert werden, gehören unter anderem die Einführung eines innovativen Fahrradverleihsystems mit 50 Prozent Pedelec-Anteil, die Entwicklung einer multi- und intermodalen App mit Routingfunktion für Fahrradfahrer, die Schaffung von rund 500 Fahrrad-Abstellplätzen und der Bau von zwei Radwegenetzanschlüssen. Das Projekt hat Modellcharakter weil bundesweit nur wenige mittelgroße Städte über ein flächendeckendes Fahrradverleihsystem verfügen. Zusätzliche innovative Elemente sind der große Anteil an Pedelecs und die Einrichtung eines Mischsystems aus stationsgebundenen und nicht-stationsgebundenen Fahrrädern.

Im Rahmen des Förderaufrufs „Klimaschutz durch Radverkehr“ der Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) werden modellhafte, investive Projekte zur Verbesserung der Radverkehrssituation in konkret definierten Gebieten wie beispielsweise Wohnquartieren, Dorf- oder Stadtteilzentren gefördert. Seit 2016 hat das Bundesumweltministerium bundesweit bereits 44 Einzel- und 19 Verbundvorhaben zum Radverkehr im Rahmen des Förderaufrufs mit einem Fördervolumen in Höhe von rund 92 Millionen Euro unterstützt. Detaillierte Informationen zum Förderaufruf finden Sie unter: www.klimaschutz.de/radverkehr. Projektskizzen können vom 1. August bis zum 31. Oktober 2019 sowie vom 1. August bis zum 31. Oktober 2020 eingereicht werden.
Seit 2008 fördert und initiiert das Bundesumweltministerium unter dem Dach der NKI in ganz Deutschland Klimaschutzprojekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen leisten. Weitere Informationen zu den Programmen und Projekten der NKI finden Sie unter: www.klimaschutz.de.

Übersicht der Fahrrad-Maßnahmen:

In den letzten vier Jahren wurden wichtige Hauptradverbindungen ausgebaut, Gefahrenstellen beseitigt, Abstellanlagen geschaffen und neue Radverbindungen hergestellt:

  •  Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Pilsen-Allee
  • Bau neuer Radwege
    – entlang der Pilsen-Allee
    – neue Radwegeverbindung nördlich des Tech-Campus (zwischen Unterislinger Weg und Galgenbergstraße)
    – zwischen dem Safferlinger Steg und Hohes Kreuz (Candis)
  • Ausbau bestehender Radwege
    – Verbreiterung des Radwegs an der Landshuter Straße zwischen der Kirchfeldallee und Osttangenteo bauliche Verbreiterung von zwei auf drei Meter Breite des östlichen Radwegs an der Galgenbergstraße (zwischen Johann-Hösl-Straße und Otto-Hahn-Straße)
    – Ausbau sowie Teilasphaltierung des Donauradwegs zwischen Großprüfening und dem Herzogspark
  • Öffnung der Altstadt für den Radverkehr inklusive Freigabe einer Vielzahl von Einbahnstraßen in Gegenrichtung
  • Anpassung der Ampelschaltung mit eigenen Grünzeiten für Radfahrer an den Kreuzungen
    – Furtmayrstraße/Hermann-Geib-Straße
    – Kirchmeierstraße/Lilienthalstraße
    – Kumpfmühler-Straße/Fritz-Fend-Straße
    – Kumpfmühler-Straße/Augustenstraße
  • zahlreiche Markierungsarbeiten zur Herstellung von Schutzstreifen für Radler, unter anderem an der
    – Ziegetsdorfer Straße
    – Ludwig-Thoma-Straße
    – Obertraublinger Straße
    – Friedrich-Niedermayer-Straße
  • sowie Roteinfärbungen von Radwegefurten an den Kreuzungen beim
    – Cinemaxx
    – Donau-Einkaufszentrum
    – Furtmayrstraße/Hermann-Geib-Straße
    – Hermann-Geib-Straße/Alfons-Auer-Straße
    – Anschlussstelle Burgweinting/Landshuterstraße
    – Kirchweg/Obertraublinger Straße
  • Errichtung von etwa 150 zusätzlichen Fahrradbügeln in der Altstadt
    Darüber hinaus befinden sich derzeit folgende Maßnahmen in der Umsetzung:
  • Bau eines Radwegs nach Grünthal
  • Bau einer Unterführung nördlich der A3 unter dem Unterislinger Weg
  • Bau einer stufenlosen Rampe am südlichen Stobäusplatz zwischen Hemauerstraße und Landshuter Straße (ersetzt die bestehende Treppe)
  • Bau eines Zweirichtungsradwegs am Stobäusplatz zwischen der Sedanstraße und der Maierhoferstraße
  • Errichtung von 200 Radabstellplätzen am Goethe-Gymnasium sowie weiteren
  • Verlängerung des Regentalradwegs unter den beiden Regenbrücken hindurch
    Nächste Woche werden die ersten zwei Fahrradstraßen in Regensburg eingerichtet.
    Perspektivisch hat der Stadtrat folgende Projekte angestoßen bzw. auf den Weg gebracht, die binnen der nächsten fünf Jahre umgesetzt werden sollen:
  • Bauliche Ertüchtigung der Prüfeninger Straße zwischen dem Platz der Einheit und der Heitzerstraße sowie Ausweisung eines Radfahrstreifens stadteinwärts
  • Bau des Holzgartenstegs (zwischen Maria-Beer-Platz und Grieser Spitz)
  • Neubau einer Geh- und Radwegebrücke im Bereich der Eisenbahnbrücke Sinzing
  • Neubau des Radwegs am Unterislinger Weg bis zur Stadtgrenze

(Infos: Pressemitteilung der Stadt Regensburg vom 22. Juli 2019)

 

Claudia Böhm

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