Für das Klima ins Kino gehen „Natur und Nachhaltigkeit“ im Fokus der 26. Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg

Aktualisiert vor 9 Monaten von Mario Hahn

Regensburg – Ganz im Einklang mit dem Zeitgeist steht die Internationale Kurzfilmwoche Regensburg (11.-18.3.) heuer unter dem Motto „Natur und Nachhaltigkeit“. Dabei sollen echte Filmfans von der Couch ins Kino gelockt werden. Dem Klima zuliebe…

Von Mario Hahn

Streaming ist das neue Fliegen – wenn man den CO2-Ausstoß betrachtet. Sicher ist: Das Herunterladen von Filmen mit hohem Datenvolumen benötigt viel mehr Strom als beispielsweise ein Besuch im guten alten Kino. Mittlerweile vertreten sogar einige Experten die Meinung, dass Streaming so viel CO2 verbraucht wie der Flugverkehr.
Die Internationale Kurzfilmwoche nimmt sich des Themas an und rückt „Natur und Nachhaltigkeit“ in den Fokus. Dabei geht es aber nicht nur um Klimakatastrophen, vielmehr werden verschiedene Facetten der Natur gezeigt, betont die künstlerische Leiterin Insa Wiese. „Wir zeigen sowohl humorvolle, erotische, schaurige, aber auch kritische Aspekte zum Thema.“
Als Filmland konnte das Regensburger Festival heuer die Ukraine gewinnen. Das an Russland grenzende Land hat auch eine Geschichte, wenn es um Nachhaltigkeit geht; siehe Tschernobyl-Katastrophe und die weitreichenden Folgen.
In drei Kurzfilmprogrammen und vielen Rahmenprogrammen wird ein Einblick in das vielfältige Filmschaffen und in kulturelle Eigenheiten geboten und Tschernobyl nicht ausgelassen. Animationskünstlerin Alla Churikova, aufgewachsen in der Ukraine, präsentiert ihre zauberhaften Sandanimationen und zeigt darin auch geschichtliche Besonderheiten.
Im Regionalfenster sind auch Regensburg und die Oberpfalz Gegenstand mit sogenannten „Digital Fairy Tales“. Dabei werden Märchen aus dem 19. Jahrhundert des Oberpfälzer Märchen- und Sagensammlers Franz Xaver von Schönwerth mit den technischen Mitteln des 21. Jahrhunderts verbunden, informiert Wiese.

Das Team der Kurzfilmwoche (v. li.): Marie Beaujean (Schulprogramm), Jasmine Thorn (Gästebetreuung), Gabriel Fieger (organisatorische Leitung), Insa Wiese (Leitung), Nicole Litzel (Stummfilm)

 

Vorhang auf für die 26. Internationale Kurzfilmwoche Regensburg

■ Das Hauptanliegen der Internationalen Kurzfilmwoche ist es, den im herkömmlichen Kinoprogramm und im Fernsehen so gut wie nicht vorhandenen Kurzfilm aus seinem Versteck zu holen und ihm eine angemessene Plattform, eine öffentliche Präsentationsfläche, zu bieten. Kurzfilmschaffende aus aller Welt können Filme einreichen.
■ Eine Jury wählt aus mehreren tausend Einreichungen die besten Filme aus. Hieraus setzen sich die einzelnen Wettbewerbsblöcke zusammen, die dann dem Publikum und der hochkarätigen Jury gezeigt werden. Produktionen aus aller Welt sind im Internationalen Wettbewerb zu sehen, während die hierzulande entstandenen Kurzfilme den Deutschen Wettbewerb bilden. Im Bayern- und Regionalfenster lassen sich regionale und lokale Kurzfilmproduktionen begutachten. Alle Wettbewerbe haben aktuellen Anspruch: die gezeigten Filme sind nicht älter als zwei Jahre.
■ Mehr Informationen rund um das Programm findet man unter www.kurzfilmwoche.de.

Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.