Chaos-Dienstag am Hbf? Fußballfans und Demos - viel zu tun am Dienstag für die Polizei am Regensburger Hauptbahnhof

Regensburg – Wer kann, meidet am Dienstag den Regensburger Hauptbahnhof. Wer nicht kann, muss sich auf einiges gefasst machen. Denn am 28. Januar haben sich sowohl eine Demonstration angesagt als auch Hunderte Fußballfans aus Hannover.
Von Mario Hahn

Der Hauptbahnhof ist schon immer ein Hotspot. Es kommen Gäste in der Domstadt an oder verlassen sie wieder. Sie treffen auf Einheimische, die sowohl die Dienstleistungen im Hbf nutzen oder den Übergang in die Arcaden. Tausende Menschen treffen so täglich aufeinander.
Zu diesen Massen gesellen sich am kommenden Dienstag zwei Ereignisse, die sowohl die Menschen als auch die Polizisten in Atem halten werden. Eine Demonstration der „Guardians of the Grundgesetz“ und Fußballfans aus Hannover.

Rund 500 Fans von Hannover 96 werden am Dienstag in Regensburg erwartet

Jahn-Pressesprecher Martin Koch rechnet mit 500 Gästefans. Das Spiel Jahn Regensburg gegen Hannover 96 wird zudem als Spiel „mit erhöhtem Risiko“ eingestuft. Das heißt, dass aufgrund der vermuteten Gefahrenlage ein größerer Einsatz von Sicherheits- und Polizeikräften erforderlich sein wird. Auch ist davon auszugehen, dass die meisten Hannover-Fans die lange Strecke mit dem Zug absolvieren werden. Das Fußballspiel in der Arena Regensburg wird gegen 20.30 Uhr angepfiffen, im Normalfall werden die Gästefans eine Stunde vor Anpfiff am Hauptbahnhof erwartet.

Die „Guardians of the Grundgesetz“ rufen zum Protest gegen die Erweiterung der Videoüberwachung am Bahnhofsgelände auf

Bereits um 16 Uhr wird eine andere Gruppierung für Aufsehen sorgen. Die „Guardians of the Grundgesetz“ laden um 16 Uhr zur Demonstration auf dem Bahnhofsvorplatz; es wird mit einer Teilnehmerzahl im hohen zweistelligen Bereich gerechnet.
Das überparteiliche Bündnis kritisiert die neuen Videokameras, die die Polizei Ende Dezember dort installiert hat. Mit der neuen Technik werde eine routinemäßige Gesichtserkennung möglich gemacht, erklären die „Guardians of the Grundgesetz“.
Die verstärkte Überwachung geht auf Bundesinnenminister Horst Seehofer zurück. Seine Initiative missfällt aber vielen. Die geplanten Überwachungsmaßnahmen an 135 Bahnhöfen und 14 Flughäfen in Deutschland haben bundesweit zu Protesten geführt. Mit der Demo solidarisieren sich u. a. die Grünen, die Jusos oder Stadträtin Tina Lorenz.

Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

X