Gesamtkonzept „Fahrradfreundliche Stadt“ Modellprojekt: Regensburg bekommt zwei Fahrradstraßen

Aktualisiert vor 1 Jahr von Claudia Böhm

Regensburg – Der Stadtrat hat Anfang 2019 im Rahmen des Gesamtkonzepts „Fahrradfreundliche Stadt“ beschlossen, den Radverkehrsanteil von 19 auf 25 Prozent bis 2030 zu steigern. Für die Planungsreferentin Christine Schimpfermann ist diese Zielvorgabe ein Ansporn: „Um dieses Ziel zu erreichen, muss auch die Infrastruktur auf die steigende Zahl an Radlerinnen und Radlern hin ausgerichtet werden. Regensburg will daher erstmals auf das Instrument der Fahrradstraßen zurückgreifen.“ Ende Juli werden daher die Hemauerstraße und die Holzländestraße als Fahrradstraßen ausgewiesen.

In Fahrradstraßen gilt Tempo 30
Die Hemauerstraße in Regensburg ist seit 30.7. offiziell eine Fahrradstraße

In ausgewiesenen Fahrradstraßen hat der Radverkehr Vorrang, das bedeutet, dass der motorisierte Kraftfahrzeugverkehr nur in Ausnahmefällen zugelassen ist. Diese Ausnahmen werden durch eine gesonderte Beschilderung gekennzeichnet: In der Hemauer- und Holzländestraße beispielsweise ist der Kfz-Verkehr weiterhin zulässig. Darüber hinaus gilt in Fahrradstraßen Tempo 30. Der Vorteil solcher Straßen: Radler dürfen nebeneinander fahren. Weniger Verkehrslärm und niedrigere Geschwindigkeiten kommen auch den Anwohnern und Fußgängern zugute. Darüber hinaus schließen Fahrradstraßen Lücken auf Radrouten.

Sollten sich die Fahrradstraßen in der Hemauer- und Holzländestraße in der Praxis als positiv erweisen, kann sich die Stadt vorstellen, das Modellprojekt auszuweiten.

Claudia Böhm

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.