Regensburg – Todesursache Nummer eins im Land sind nach wie vor Herzerkrankungen. Daher ist es unerlässlich, gerade auf diesem medizinischen Sektor die Patienten-Versorgung immer weiter zu verbessern. Das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) und das Klinikum St. Marien Amberg intensivieren nun ihre Zusammenarbeit zum Wohle der bestmöglichen Versorgung der Patienten im Raum Amberg.

Von Matthias Dettenhofer

„Das Klinikum St. Marien in Amberg ist ein wichtiger Baustein für die medizinische Versorgung in Ostbayern“, so Dr. Johannes Hies, stellvertretender Kaufmännischer Direktor des UKR. Nun also haben das UKR und das Klinikum in Amberg die Zusammenarbeit zur Verbesserung der Versorgung von Herzerkrankungen vertraglich besiegelt.
Gerade wenn das Herz zu stottern beginnt, ist eine ideale, schnellstmögliche und herausragende Versorgung das A und O, um Leben zu retten und bleibende Schäden zu vermeiden. Da eine Herz-Operation nicht in jedem Fall die beste Therapie ist, wenn das Alter der Patienten zu hoch oder die Vorerkrankungen zu schwer sind, bedarf es schonender, moderner Verfahren, um die Patientengesundheit wieder herzustellen. „Durch die Intensivierung der Kooperation möchten wir möglichst allen Betroffenen in Ostbayern eine bedarfsgerechte Versorgung ermöglichen“, erklärt Professor Dr. Lars Maier, Vorsitzender des Universitären Herzzentrums Regensburg.
Bereits seit 2014 arbeiten die beiden Kliniken im Bereich der minimalinvasiven Herzklappeninterventionen eng zusammen. Patienten profitieren dabei von der Möglichkeit, kathetergestützte minimalinvasive Verfahren wie die Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) oder den MitraClip in Anspruch nehmen zu können. Beide Verfahren funktionieren, ohne dass der Brustkorb geöffnet werden muss. „Durch die Kooperation mit dem UKR können wir unseren Patienten das volle medizinische Leistungsspektrum anbieten. TAVI-Eingriffe können zum Beispiel nur mit Beteiligung der Herzchirurgie vorgenommen werden, die wir in Amberg nicht haben“, so PD Dr. Christoph Birner, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin in Amberg.
Während TAVI-Patienten weiterhin am UKR versorgt werden müssen, soll mit UKR-Unterstützung ein MitraClip-Programm in Amberg aufgebaut werden, damit Betroffene in Zukunft wohnortnah versorgt werden können. Bis dahin werden die Amberger Patienten weiterhin am UKR versorgt.