Heute Nacht wirds bitterkalt! DWD-Experte erklärt, wie es zu den eisigen Temperaturen kommt

Aktualisiert vor 3 Wochen von Nadja Pohr

Regensburg – Nachdem der Norden und die Mitte Deutschlands bereits schockgefrostet wurden, sinken seit Beginn der Woche auch in der Oberpfalz die Temperaturen stetig. Wetterexperte Christian Ehmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) berichtet wie es weitergeht.

Von Nadja Pohr

Als Norddeutschland schon beinah im Schnee versunken war, herrschten in der Oberpfalz gerade mal noch Temperaturen knapp über null Grad. Doch heute Nacht  erreichte auch uns die Kältekeule und die Temperaturen fallen in den Bereich unter -10°C.

Am Wochenende ist zumindest nicht mit Schnee oder Eisregen in Regensburg zu rechnen, wie Wetterexperte Christian Ehmann vom DWD berichtet. „Stattdessen scheint häufig die Sonne. Winterwetter aus dem Bilderbuch quasi“, so Ehmann. Der letzte zu kalte Februar in Regensburg liegt mittlerweile drei Jahre zurück. Damals trat letztmalig strenger Frost und Tiefstemperaturen unter -10°C auf.

Aber wie kommt es zu solchen extremen Temperaturen und liegt das vielleicht an der Erderwärmung? „Das Besondere an der derzeitigen Wetterlage ist unter anderem die Anordnung der Druckgebilde“, erklärt der DWD-Experte. Tiefdruckgebiete bewegen sich auf einem sehr weit nach Süden verschobenen Kurs ostwärts. Hingegen sammelte sich über Nordeuropa und dem nördlichen Mitteleuropa kalte Luft. „Dadurch bildete sich eine peristente Luftmassengrenze, wegen dieser es am Sonntag und Montag zu den intensiven Schneefällen kam.“

Einen Zusammenhang mit dem Klimawandel lasse sich laut Ehmann nicht konstruieren. „Eine Überlegung weist in die Richtung, dass durch die sich schneller erwärmende Arktis, die Westwinddrift im Mittel schwächer wird und Kaltlufteinbrüche aus Norden oder umgekehrt Warmluftstöße aus Süden häufiger vorkommen könnten.“
Wie es in der kommenden Woche weitergeht ist noch unsicher. Zumindest Anfang der Woche dürfte es aber eher noch kalt bleiben.

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Nadja Pohr

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