Höchststrafe für Regensburger Messer-Mörder 16 Mal auf Ehefrau eingestochen: Lebenslange Haftstrafe für 56-Jährigen

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Regensburg – Lebenslange Freiheitsstrafe für den Mörder aus der Humboldtstraße! Dieses Urteil verkündete am Mittwoch die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Regensburg.

Von Mario Hahn

In der letzten Blizz-Ausgabe berichtete wir über die Schreckenstat, die Anfang Oktober 2020 in der Humboldtstraße geschah. Damals hatte ein 56-jähriger Mann mit 16 Messerstichen seine 47 Jahre alte Ehefrau getötet, weil sie mehrere Anrufe einer ihm unbekannten Nummer auf dem Handy hatte. Bei dem Anrufer handelte es sich den Ermittlungen nach jedoch nicht um einen Nebenbuhler, sondern um den Bruder der Frau, der eine neue Telefonnummer hatte. Zu Prozessbeginn gestand der gebürtige Kosovare den Mord, sah aber keine Schuld bei sich.

Am Mittwoch ist der 56-Jährige für die Tötung seiner Frau zu einer lebenslangen Haftstrafe wegen Mordes verurteilt worden. Damit folgte die Schwurgerichtskammer des Landgerichts dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft. Jedoch stellten die Richter – anders als von der Nebenklagevertretung gefordert – nicht die besondere Schwere der Schuld fest. Der Verteidiger hatte auf eine Verurteilung wegen Totschlags plädiert.
Die Kammer sah das Mordmerkmal der niederen Beweggründe als gegeben an. Sie wertete die Tat als eine Machtdemonstration des Angeklagten, dessen Einfluss innerhalb Familie nachgelassen hatte – insbesondere, nachdem er zwischenzeitlich mehrere Monate im Ausland inhaftiert gewesen war. Eine verminderte Schuldfähigkeit erkannte das Gericht dem Sprecher zufolge nicht. Der Mann sei, so die Richter, planvoll vorgegangen und habe sich auch nach der Tat noch im Recht gesehen.

 

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