In und um Regensburg lahmt der Verkehr OB-Kandidat Christian Janele (CSB) fordert die Mobilitätswende - jetzt

Regensburg – Jeden Freitag dasselbe Bild: In und um Regensburg lahmt der Verkehr. Nicht alleine für die Menschen ein Ärgernis, auch die Wirtschaft ist alarmiert. Denn mittlerweile bezieht sich dieses Phänomen nicht nur auf das Wochenende, es breitet sich mehr und mehr auf alle Tage der Woche aus. Die Situation droht zu kollabieren. Warum macht niemand etwas? Christian Janele beklagt den Stillstand. Der Oberbürgermeister-Kandidat der Christlich-Sozialen Bürger (CSB) setzt sich für eine „zügige Mobilitätswende“ ein.

Von Mario Hahn

Eigentlich müssten wir zufrieden sein, nein, mehr noch: glücklich sein. Die Stadt und ihr Umland erlebte in der jüngeren Vergangenheit einen wirtschaftlichen Aufschwung par excellence. Es gibt fast keine Stadt, die nicht neidisch auf das Kleinod am nördlichsten Punkt der Donau blickt – Wirtschaftswunder Regensburg!
Doch sogar ein Wunder hat manchmal eine Kehrseite. Und die lautet in diesem Fall Verkehr. Zu viel Verkehr. Diese Situation belastet stark. Nicht nur die Wirtschaft mit ihren Unternehmen selbst, auch die Menschen büßen immer mehr an Lebensqualität ein.
Denn klar ist: Mobilität ist ein Grundbedürfnis einer jeden modernen Gesellschaft. Sie ist die Lebensader für jede moderne Volkswirtschaft. Hierfür bedarf es einer gut ausgebauten, leistungsfähigen und intelligenten Verkehrsinfrastruktur. Fehlt diese, droht der Kollaps.

Regensburg steht aktuell vor einem Scheideweg. Jetzt müssen die richtigen Weichen für eine positive Zukunft gestellt werden.

Christian Janele kämpft dafür. Der Kandidat für den Posten des Regensburger Oberbürgermeisters und Stadtrat der Christlich-Sozialen Bürger (CSB) sagt klipp und klar: „In Regensburg herrscht Stillstand! Wir müssen jetzt handeln! Wir müssen jetzt eine zügige Mobilitätswende einleiten! Auf keinen Fall dürfen wir 15 Jahre warten auf eine schienengeführte und laute Stadtbahn mit Oberleitung, die uns ein Vermögen kosten wird!“

„Straßenbahn mit Schienen – veraltet und zu teuer“
OB-Kandidat Christian Janele von der CSB stellt sich für Regensburg eine moderne, elektrische, nicht schienengebundene Straßenbahn (ohne Oberleitung), wie sie z. B. schon im französischen Amiens (Foto) oder in Barcelona fährt, vor. Foto: ferrostaal equipment solutions gmbh

Wie allgemein bekannt, plant die Stadt, die Verkehrswende mittels einer schienengeführten Stadtbahn durchzuführen. Das Großprojekt, das bis zu einer halben Milliarde Euro kosten könnte, solle im Jahr 2034 beendet sein. „Das ist alles viel zu umständlich und dauert viel zu lange“, bemerkt Christian Janele. In der heutigen, modernen Zeit würden ganz andere Lösungen zur Verfügung stehen. Janele: „Was wir brauchen, ist eine moderne, flexible und elektrisch betriebene Doppelgelenktram, die auf leiseren Gummireifen fährt.“
Die Umstellung im ÖPNV auf Elektroantrieb sei laut Christian Janele in einem bis eineinhalb Jahren möglich und sei zudem ein wichtiger Beitrag für eine saubere Luft. Ein weiterer Punkt: „Auf diese Weise könnten auch die Stadt Neutraubling und andere Umlandgebiete sofort angeschlossen werden“, ergänzt der CSBler.

„Mehr Buslinien und bessere Taktung“

Die Stadt müsse weg vom Individualverkehr und hin zu einem attraktiven Personennahverkehr. „Der ÖPNV muss ansprechender werden“, sagt Janele und fordert vom RVV: „Die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger müssen mehr berücksichtigt werden. Es kann nicht sein, dass eine einzelne Fahrt ganze drei Euro kostet!“

Verbesserungswürdig seien auch die RVV-Busanbindungen. Viele Stadtteile wie zum Beispiel Gallingkofen, Wutzlhofen, Sallern, Brandlberg oder Keilberg seien ungenügend angeschlossen. Und in den Hauptfahrzeiten ist der Bus meist voll. „Für eine Mutter mit Kinderwagen ist es dann sehr schwer, zuzusteigen – und für Senioren und Personen mit Gehhilfe oder Rollstuhl ist das fast unmöglich!“
Speziell während der Stoßzeiten und an Wochenenden müsste der RVV deshalb mehr Linien einsetzen. „Was nutzt uns eine Stadtbahn im Zehn-Minuten-Takt, wenn die Leute überhaupt nicht zur Haltestelle für die Stadtbahn kommen“, fragt der OB-Kandidat. Da würden die Menschen viel lieber wieder aufs Auto umsteigen.
Deshalb sagt Christian Janele: „Wir müssen in den ÖPNV investieren. Denn nur, wenn Preis und Taktung stimmen, bringe ich einen Autofahrer vom PKW weg.“

„Günstige Parkhäuser und kostenfreier Altstadtbus“
Christian Janele setzt sich für eine bessere Taktung und Anbindung der Regensburger Ortsteile ein. „Nur wenn der ÖPNV attraktiv ist, gelingt uns die Verkehrswende.“
Foto: Thomas Maurer

„Um die Attraktivität der Altstadt zu erhalten, sollten wir günstige Parkhäuser rund um das Zentrum schaffen. Im Zentrum selbst sollten wir einen kostenfreien öffentlichen Nahverkehr realisieren. Deshalb werde ich, sobald ich Oberbürgermeister der Stadt Regensburg bin, mich für die kostenlose Nutzung der Busse in der ‚Altstadt-Zone‘ stark machen“, verspricht Christian Janele. Wenn das Angebot zusätzliche Fahrgäste anzieht, dann wäre das gut für Regensburg und ein großer Beitrag für den Klimaschutz.

Christian Janele: „Die Christlich-Sozialen Bürger setzen sich für ein lebenswertes Regensburg mit einem deutlich reduziertem Autoverkehr in der Altstadt ein. Im Zentrum sollte niemand auf ein eigenes Auto angewiesen sein. Den Platz wollen wir nutzen für Bäume, Grünflächen und Spielflächen. Für Fußgängerzonen und Orte der Begegnung ohne Konsumzwang. Dann wäre auch Platz für sichere Fahrradwege“, so OB-Kandidat und CSB Stadtrat Christian Janele.

Claudia Böhm

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