Joachim Hermann: “Sicherheit durch Stärke” Sicherheitswacht rüstet auf

Regensburg – Nach den schrecklichen Terroranschlägen von Ansbach, München und Würzburg im Jahr 2016 hat die bayerische Staatsregierung beschlossen, dass der Freistaat sicherer werden muss. Innenminister Joachim Herrmann stellte hierzu das Konzept „Sicherheit durch Stärke“ vor. Das beinhaltet unter anderem die Aufstockung der Sicherheitswacht.

Von Mario Hahn

Innenminister Joachim Hermann. Foto:
Bayerisches Innenministerium

Sie werden hauptsächlich an Orten eingesetzt, an denen sich Bürger/innen mehr Präsenz wünschen. Zum Beispiel in größeren Wohnsiedlungen, in öffentlichen Parks (etwa dem Alleengürtel rund um die Regensburger Altstadt), im Bereich der Fußgängerzone, rund um den „Hotspot“ Albertstraße/Hauptbahnhof oder im Umfeld von Einrichtungen, an denen es bereits zu mutwilligen Zerstörungen gekommen ist. Durch ihre Anwesenheit wirken sie präventiv gegen Störungen, wie z. B. Vandalismus. Die Sicherheitswacht Regensburg macht einen guten Job, unterstützt die Polizei, wo sie nur kann – und das alles ohne Gehalt. Man kann sagen: Die Sicherheitswacht ist ein Ehrenamt mit Verantwortung und Zivilcourage.

„Die Sicherheitswacht stärkt das Sicherheitsgefühl unserer Bevölkerung.“
Joachim Herrmann

 

Eine Sicherheitswacht gibt es in jeder großen bayerischen Stadt. Derzeit sind mehr als 930 Bürger in der Sicherheitswacht aktiv, Tendenz steigend. Ziel ist eine flächendeckende Ausweitung auf 1.500 Mitglieder. Die Sicherheitswacht gibt es im Freistaat seit 1994. Vorbild der Sicherheitswacht ist das aus den USA stammende Modell des ‚Community Policing’, das heißt, zur Sicherheit der Allgemeinheit sollen Bürger in die Polizeiarbeit mit eingebunden werden.

Auch in der Domstadt gibt es eine Sicherheitswacht. Erst kürzlich sind fünf „Neue“ hinzugekommen, die von der Polizeiinspektion Süd ausgebildet und geprüft wurden. Mit den Neuzugängen wurde die Stärke der Sicherheitswacht in Regensburg auf 26 erhöht. Sie ist somit die größte Sicherheitswacht einer Polizeiinspektion in Bayern. Die „Neuen“ gehen nun mit den erfahrenen Kollegen auf Streife.

Claudia Böhm

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