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Regensburg & Landkreis

Kneitinger “Tag der offenen Gartentür” am 30. Juni Blick in fremde Gärten

Gartenbesitzer mit Stephanie Fleiner. Foto: Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege e.V.

Zum 22. Mal lädt der Kreisverband Regensburg für Gartenkultur und Landespflege e.V. gemeinsam mit dem Sachgebiet für Gartenkultur und Landespflege des Landratsamtes Regensburg zum „Tag der offenen Gartentür“ ein. Diese bayernweite Veranstaltung findet immer am letzten Sonntag im Juni statt, wenn die Gärten in ihrer vollen Blüte stehen. Die Besucher können nicht nur einen Blick über, sondern auch hinter den Gartenzaun werfen. Besichtigt können die Gärten jeweils von 10 bis 17 Uhr.

Im Wirkungskreis des Obst- und Gartenbauvereins Kneiting öffnen sechs Privatgartenbesitzer ihre Pforten, um die Gäste zu empfangen und durch ihren Garten flanieren zu lassen. Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Kneiting werden zudem am Dorfplatz an einem großen Informationsstand den Besuchern bei allen Belangen rund um den Garten Rede und Antwort stehen.

Weitere Informationen auf der Homepage des Kreisverbandes

Die offizielle Eröffnung des Tags der offenen Gartentür durch Landrätin Tanja Schweiger findet am 30. Juni  um 12.30 Uhr im Dorfhaus in Kneiting (Keltenstraße 19, 93186 Pettendorf) statt.

Die Gärten wurden gemeinsam mit Stephanie Fleiner, Geschäftsführerin vom Kreisverband Regensburg für Gartenkultur und Landespflege (OGV Kreisverband) und Josef Sedlmeier, Fachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt, ausgesucht. Wieder einmal ist es gelungen, das breite Spektrum einer blütenreichen Gartenkultur durch die Auswahl der Privatgärten zu zeigen. „Es sind immer wahre Kleinode, die zu sehen sind. Jeder Garten ist für sich ein Höhepunkt“, so Stephanie Fleiner. Unterschiedlichste Möglichkeiten der Gestaltung können besichtigt werden. So geben zum Beispiel wahrhaft große, stattliche Bäume einem dieser Gärten seinen unverkennbaren Charakter, in einem anderen Garten ist die Anlage durch Urlaubsreisen an die See beeinflusst worden. Hier gehen Wasserläufe und Kiesbeete gekonnt in die Rasenfläche mit Obstbäumen über. Ein anderer Garten bezaubert nicht nur durch seine naturnahe Gestaltung, hier wird man auch von dem atemberaubenden Blick auf den Regensburger Dom überrascht. Eines jedoch haben aber alle sechs Gärten in Kneiting gemeinsam, kein Zaun hindert die Aussicht auf die schöne Landschaft und die Gärten der Umgebung.

Garten Nr. 1

Familie Kussinger, Erlenweg 3
Dieser Garten erhält durch die großen stattlichen Bäume seinen Charakter. Im Schatten dieser Majestäten gedeihen verschiedenste Funkien-Arten. Teilweise selbstgezogene Hortensien, vor kleineren und größeren Gehölzen, geben dem alten Garten einen würdigen Rahmen. Gegliedert wird der Garten durch einen kleinen Teich, der von Schwertlilien, Stauden und Rosen umsäumt wird. Die sich in luftigen Höhen befindenden Äste einer großen Birke zaubern durch das Spiel des Windes schöne Schatten auf die Holzterrasse. Ein alter Holzschuppen am Rande des Gartens dient als Rankhilfe für die üppig blühende Rambler Rose „Bobby James“.

Garten Nr. 2

Familie Müller / Schmid, Kirchgasse 6
Durch die lockere und offene Gehölz-und Staudenbepflanzung ist ein Blick in den Garten schon von der Straße aus möglich. Rosen neben Lavendel und Begleitpflanzen arrangiert, grenzen Terrasse und weitere Sitzplätze von der blütenreichen Wiese ab. Das Zentrum des Gartens dominiert ein großer, uralter Apfelbaum. Findlinge und kunsthandwerkliche Meisterstücke fügen sich in das Gesamtbild des Gartens harmonisch ein. Eine Rambler Rose fasziniert mit ihren lila-blauen Blüten, die sich in den Zweigen des Apfelbaums verlieren. Dahinter öffnet sich ein neuer Gartenraum. Mit Trockenmauern eingefasst, befindet sich hier die Feuerstelle, die nicht nur in ihrer Funktion, sondern auch als gestalterisches Element wirkt. Im Hochbeet werden allerlei Gemüsepflanzen gezogen. Ein schattiger Sitzplatz im Norden des Hauses bietet Abkühlung an heißen Tagen und lässt den Blick von einem Rosenbogen bis zur Kapelle Kager schweifen. Keine sichtbare Grenze zu den Nachbarn, kein Zaun stört das Bild.

Garten Nr. 3

Familie Pistohl, Alte Str.  35
Hinter einer dichten Hainbuchenhecke versteckt, öffnet sich der Garten der Straße abgewandt. Verschiedenste Obstbäume, sowie viele Beerensträucher dienen zur Selbstversorgung. Auch die Walderdbeeren, die zahlreich als Bodendecker zwischen den Gehölzen gedeihen, werden vernascht. Kleine Trockenmauern fassen die bunten Staudenbeete ein und gliedern den Garten. Über schmale Wege gelangt man zu den verschiedensten Sitzplätzen, die zu jeder Zeit einen grandiosen Ausblick auf Regensburg garantieren. Ein kleiner Teich mit einem solarbetriebenen Bachlauf gibt Fröschen, Libellen und anderen Insekten einen Lebensraum.

Garten Nr. 4

Familie Koller, Kapellenplatz 8c
Von Urlaubsreisen an der Nordsee inspiriert, wurde der Garten mit Wasserläufen und Kiesbeeten gestaltet. Diese gehen gekonnt über in die Wiese auf der der Trompetenbaum wirkt. Viele Obstbäume geben dem Garten zusätzliche Struktur. Ziergräser und Glockenblumen, Storchschnabel und Frauenmantel gedeihen üppig. Eine Spirale aus Buchsbäumen gepflanzt verschafft dem Strandkorb den passenden Rahmen. Der Nutzgartenbereich fügt sich harmonisch in das Gesamtbild mit ein. Nur ein Hochbeet und Spalierbäume trennen das Kleinod zum Nachbarn.

Garten Nr. 5

Familie Kroneder, An der Breite 4
Schon von weitem strahlt das große Staudenbeet vor dem Haus in vielen Farben und Formen. Im Nutzgartenbereich gedeiht verschiedenstes Gemüse. Auch ein Frühbeet wird zur Selbstversorgung mit genutzt. Am Haus entlang, vorbei am Kreativ-Bereich der Gartenbesitzer, gelangt man zum Hühnerstall. Die Hühner fühlen sich auf allerleih ungewöhnlichen Sammelstücken wohl. Ringsum liegen Fundstücke wie Steine, Alteisen und sonstige Schätze aus vergangenen Tagen. Diese sind zum Teil dekorativ mit Hauswurzen bepflanzt und arrangiert oder warten noch auf ihren Einsatz.

Garten Nr. 6

Familie Schöttl, Keltenstraße 32
Zwischen zwei Straßen, gewährt dieser Garten zu allen Richtungen Einblicke. Durch seine kleingliedrige Aufteilung in Nutz-und Wohngarten und durch die gekonnte Anordnung auf verschiedenen Ebenen von Obst-und Zierbäumen ergeben sich geschützte Gartenräume. Auf der Südseite werden diese Ebenen durch große Findlinge geschaffen und als Steingarten gestaltet.
Harmonisch trennen große Spalierbäume den kleinen, klassisch angelegten Bauerngarten von der Terrasse, die von Blumen, Ziersträuchern und einer kleinen Wasserstelle eingerahmt wird. Immergrüne Sträucher geben auch im Winter die nötige Struktur. Rosen und Lavendel mit verschiedenen Begleitstauden sind gekonnte Farbtupfer.

Parkmöglichkeiten

Parkmöglichkeiten an der Straße nach Mariaort (Zur alten Mühle) und Richtung Hinterberg Parkplatz am Tierheim (700m) sowie an der Straße nach Winzer (Nürnberger Straße).

ÖPNV: Buslinie 12 und 28

Weitere Aktionen
  • Am Dorfplatz in Kneiting bietet der OGV Kaffee und Kuchen sowie Bratwurstsemmeln an.
  • Führungen mit Ortsheimatpfleger Hermann Preu um 13 Uhr und um 14Uhr in der Kapelle unserer Lieben Frau in Kneiting
  • Vortrag der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege „Blüten aus Tüten – und so funktioniert´s“ Im Dorfhaus am Dorfplatz um 11 Uhr und um 15 Uhr
  • Kinderrallye durch alle Gärten und Mitmachprogramm für Kinder am Spielplatz bei der Kapelle zwischen 13 und 15 Uhr
Gärten bereichern das Ortsbild

Sinn der „grünen Idee“ der Obst- und Gartenbauvereine ist der Erhalt unserer schönen Heimat. Alle Gärten in Bayern bilden „ein Netz von Kleinbiotopen, die es zu erhalten, zu pflegen und auszubauen gilt“. 13 Millionen Privatgärten in Deutschland ergeben immerhin eine Fläche von ca. 6000 Quadratkilometern, das entspricht ungefähr der Fläche aller Naturschutzgebiete in Deutschland. Vor diesem Hintergrund wird die außerordentliche ökologische Bedeutung der Privatgärten klar.

In Bayern bereichern ca. 75.000 ha privates Grün die bayerische Landschaft, ein Beweis dafür, welch hoher Stellenwert dem Garten und seiner Pflege landesweit beigemessen werden muss. Private Gärten prägen mehr das Gesicht und die Lebensqualität der Orte als öffentliche Anlagen es vermögen. Der Garten ist und bleibt ein Treffpunkt von Mensch und Natur, ein Ort der Erholung, der Kreativität und Naturbeobachtung und bietet Möglichkeit für schöpferische und körperliche Arbeit.

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