Regensburg – „Stark für Regensburg“, so lautet das Programm, mit dem die Regensburger Polizei die Bürgerinnen und Bürger auf die vielfältigen Aufgaben der Beamten aufmerksam machen wollen. Präsent sein, ansprechbar sein, für die Belange der Regensburger da sein. Aus diesem Grund durfte erstmals auch die Presse mit zu einem Einsatz ausrücken. Shisha-Bars, Spielotheken und Clubs standen auf der Kontrollliste. Jugendschutz, Nichtraucherschutz, Arbeitserlaubnis und Spielautomatenüberprüfung standen auf der Agenda.

Von Matthias Dettenhofer

Es ist Freitagabend und in der Polizeidienststelle Süd in Regensburg wimmelt es wie in einem Bienenstock. Beamte der Dienststelle, Zollbeamte und verschiedene Abteilungen des Ordnungsamtes der Stadt Regensburg sind auf den Beinen und bereiten einen größeren Kontrolleinsatz vor. Einsatzleiter Armin Glötzl von der PI Süd koordinierte die Kontrollen der verschiedenen Behörden.

Polizeisprecher Dietmar Winterberg (li.) begleitete den Einsatz

In der ersten Runde stehen gegen 22 Uhr die Spielotheken auf der Liste. Die Beamten gehen dabei, wie auch in der gesamten Nacht, äußerst behutsam vor. Wer quietschende Reifen und schreiende Polizisten erwartet hätte, der wurde schnell eines Besseren belehrt. „Es macht keinen Sinn, in einem Lokal aggressiv aufzutreten. Wir wollen weder Gäste noch Betreiber verärgern, müssen aber unseren Job machen“, erklärt Polizeisprecher Dietmar Winterberg, der die Presse bei diesem Einsatz betreut.
Doch warum sind solche Kontrollen immer und immer wieder nötig? Klar, laut Polizei werden immer wieder jugendliche „Komasäufer“ in Regensburger Krankenhäuser eingeliefert. „Dort wollen wir ansetzen und es nicht so weit kommen lassen“, so Winterberg weiter.
Dementsprechend angespannt, aber eben mit der nötigen Lockerheit, gingen die Beamten ans Werk. Dennoch ließ der erste kleinere Verstoß nicht lange auf sich warten und eine Spielothek musste wegen einer fehlenden Arbeitserlaubnis des Angestellten frühzeitig dicht machen. Ähnlich entspannt verliefen die Überprüfungen der Shishacafés. Auch dort wurden nur geringe Verfehlungen festgestellt.
Etwas anders war die Stimmungslage im „Heart“, der Discothek am Petersweg-Parkhaus. „Ist klar, dass das Feiervolk nicht begeistert ist, wenn die Musik plötzlich aus- und das Licht angeht.“ Aber auch hier meldeten die Einsatzkräfte keine besonderen Vorkommnisse. Dennoch war der EInsatz für alle Beteiligten ein voller Erfolg. „Wir freuen uns nicht, wenn wir Verstöße feststellen, sondern, wenn wir keine feststellen. Das heißt nämlich, dass unsere Prävention funktioniert“, resümiert Winterberg den nächtlichen Kontrolleinsatz.