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Regensburg & Landkreis

Legendärer Palmator auf dem Adlersberg

Legendär, berühmt, ein bisschen berüchtigt und eine Tradition, die bis ins 14. Jahrhundert reicht: der Adlersberg ruft zum Palmator Foto: Blizz-Archiv

Palmator ruft wieder

Starkbierfest auf dem Adlersberg beim Prösslbräu

Das Wetter verspricht traumhaft zu werden. Auf 20 Grad und mehr soll das Thermometer am Sonntag klettern. Ideale Bedingungen für das erste Starkbierfest des Jahres. Das findet traditionell auf dem Adlersberg statt und heißt im Volksmund einfach Palmator.

Von Mario Hahn

Am Palmsonntag schiebt sich wieder eine gewaltige Karawane an Doppelbock-Fans in Richtung Adlersberg. Schritt um Schritt, viele in Dirndl und Lederhosen gekleidet, dem Manna entgegen. „Nicht umsonst“, so erklärt Organisator Heiner Prössl mit einem Augenzwinkern, „heißt es: ‚Bier ist das Brot der Bayern’.“

Heiner Prössl, Wirt vom Prösslbräu und Organisator vom Palmator

Noch bevor Heiner Prössl um zehn Uhr offiziell das erste Fass Starkbier anzapft und somit den Palmator für offiziell eröffnet erklärt, werden die ersten schon auf dem Adlersberg eingekehrt sein und sich einen der begehrten Plätze sichern. Denn eines scheint sicher: Die Besucherzahl von rund 7.000 aus dem letzten Jahr wird wohl getoppt werden. Denn anders als 2016 spielt 2017 auch der Wettergott mit.

Die Tradition dieses Starkbierfests reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Damals gab es auf dem Adlersberg ein Kloster der Dominikanerinnen. Deren Priorin verfügte, dass am Palmsonntag jeder Erwachsene einen Palmator bekommen sollte. Diese Tradition ist geblieben. Bis heute wird der dunkle Doppelbock mit rund 7,4 Prozent Alkoholgehalt und einer Stammwürze von 18,8 Prozent beim Prösslbräu eingebraut und ausgeschenkt.

Hinweise der Polizei

Was für die Mehrzahl der Gäste ein fröhlicher Event ist, hat leider auch weniger erfreuliche Begleiterscheinungen. Vor allem am späten Nachmittag und in den Abendstunden kommt es leider immer wieder zu Streitigkeiten, körperlichen Auseinandersetzungen, Sachbeschädigungen und anderen Straftaten. Der vorausgegangene Genuss des Gerstensaftes spielt hierbei eine nicht unerhebliche Rolle. Die Polizei rät deshalb, Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen und sich nicht provozieren zu lassen. Bei Problemen einfach an Ordner oder Polizeibeamte wenden.

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