Mann auf offener Straße erschossen Prozess beginnt

Aktualisiert vor 2 Wochen von Nadja Pohr

Regensburg (dpa/lby) – Zehn Monate nach den tödlichen Schüssen auf einen 57-Jährigen in Regensburg beginnt vor dem dortigen Landgericht der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter. Die Staatsanwaltschaft legt dem Mann Mord zur Last. Auftakt ist am Freitag, es sind zunächst fünf Verhandlungstage angesetzt.

Der Anklage nach lauerte der 55-jährige Angeklagte seinem Opfer im Juni 2020 vor dessen Wohnung in Regensburg auf – mit der Absicht, ihn zu erschießen. Der Mann habe geglaubt, der 57-Jährige habe ein Verhältnis mit seiner Ehefrau. Als der angebliche Nebenbuhler aus dem Haus kam, um zur Arbeit zu fahren, traf er nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft auf den nun Angeklagten, der nach einem kurzen Gespräch eine Waffe aus der Jackentasche zog und fünf Schüsse auf sein Opfer abgab. Der 57-Jährige starb noch am Tatort.

Der Tatverdächtige, ein Deutscher, flüchtete zu Fuß und wurde wenig später von der Polizei gefasst. Er befindet sich seither in U-Haft.

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Nadja Pohr

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