Polizei präsentiert Sicherheitsbericht 2018 Mehr Drogen und mehr Gewalt in der Oberpfalz

Aktualisiert vor 2 Jahren von Mario Hahn

Regensburg – „In der Oberpfalz lässt es sich sicher leben“, betonte Polizeipräsident Gerold Mahlmeister am Dienstag bei der Vorstellung des Sicherheitsberichts im Regierungsbezirk. Zwar gab es 2018 mehr Straftaten, es wurden aber auch so viele aufgeklärt wie noch nie.

Von Mario Hahn

In der Oberpfalz wurden im letzten Jahr insgesamt 44.795 Straftaten gemeldet, über 400 mehr als noch im Jahr 2017. Dafür wurden aber auch sehr viele Straftaten aufgeklärt. Mit einer Quote von mehr als 68 Prozent liegt die Oberpfalz um 3,8 Prozent über den bayernweiten Durchschnitt – der höchste Stand der vergangenen zehn Jahre. „Die Oberpfalz ist demnach einer der sichersten Bezirke im Freistaat“, so Polizeivizepräsident Thomas Schöniger.

Gewaltkriminalität steigt
Bei der Gewaltkriminalität setzt sich derweil die negative Entwicklung der vergangenen Jahre fort. „Mit einem erneuten Anstieg um 2,3 Prozent umfasst dieser Deliktsbereich 1.547 Taten im Jahr 2018. Die Aufklärungsquote liegt hier bei 85,1 Prozent und macht deutlich, dass der Großteil dieser Taten, die in der Regel mit hoher krimineller Energie ausgeführt werden, durch die Polizei geklärt werden konnte“, erklärte hierzu der Leitende Kriminaldirektor Robert Fuchs. Dennoch kamen sechs Menschen in 2018 zu Tode, elf Mal blieb es beim Versuch.

Mehr Drogenkriminalität
Mit 4.500 registrierten Taten ist die Rauschgiftkriminalität weiterhin ein Sorgenkind. 26 Menschen haben im vergangenen Jahr durch illegale Substanzen ihr Leben verloren. „Der Kampf gegen illegale Suchtstoffe und deren direkte und indirekte Folgen steht weiterhin ganz oben im Aufgabenkatalog der Oberpfälzer Polizei“, so Mahlmeister.

Weniger Wohnungseinbrüche
„Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Einbruchs zu werden, ist in der Oberpfalz so gering wie in keinem anderen bayerischen Regierungsbezirk“, informierte Schöniger. Mit einem Minus von knapp 38 Prozent listete die Polizei 251 Fälle, so wenige wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Mehr Fahrraddiebstähle
Negativ zeigt sich die Entwicklung der Fahrraddiebstähle mit einem deutlichen Anstieg um mehr als 23 Prozent auf 2.239 Taten.

Mehr tatverdächtige Zuwanderer
Die Zuwanderung, mit ihren zwischenzeitlich veränderten Herausforderungen forderte auch im Jahr 2018 die Oberpfälzer Polizei in hohem Maße. 3.441 Straftaten mit tatverdächtigen Zuwanderern stellen eine Steigerung um 28,7 Prozent dar. Rohheitsdelikte mit 27,3 Prozent und Diebstähle mit 26,9 Prozent sind dabei die größten Deliktsbereiche. Bei den Rohheitsdelikten waren in 506 Fällen sowohl der Tatverdächtige als auch das Opfer Zuwanderer.

Gewalt gegen Polizisten nimmt zu
Die Zahl der Gewalttaten gegen Polizisten habe 2017 mit 607 Fällen einen Höchststand erreicht, erklärte Polizeipräsident Mahlmeister und erklärte, dass jede Pflichtstreife in der Oberpfalz in Zukunft mit Bodycams ausgestattet werde. Die Kameras, die an der Uniform befestigt werden, können Einsätze in Bild und Ton aufzeichnen und sollen die Polizisten deeskalierend vor Übergriffen schützen.

Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

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