Meilenstein für Radentscheid Bürgerinitiative übergibt mehr als 13.000 Unterschriften

Regensburg – „Wir haben es geschafft!“ Unterstützer und Initiatoren der Bürgerinitiative „Radentscheid Regensburg“ übergaben am Mittwoch 11.300 Unterschriften für das gleichnamige Bürgerbegehren von Regensburger Wahlberechtigten an Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer. Damit ist klar: Fast doppelt so viele Menschen wie nötig sprechen sich für eine Verkehrswende aus.

Von Claudia Böhm

Seit April wurden Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt, das die Sicherheit der Radfahrer und die Radinfrastrukur der Stadt zum Ziel hat. Die 6.000 dafür nötigen Stimmen hat die Bürgerinitiative „Radentscheid Regensburg“ bei weitem übertroffen: 11.300 Unterschriften von Regensburgern/innen plus 1.861 unterstützende Unterschriften, meist von Bürgern aus dem Landkreis Regensburg, sind es geworden.

„Wichtigstes Ziel des Radentscheids ist es, die Sicherheit der Radinfrastrukur derart zu verbessern, dass alle Menschen ohne Angst auf das Fahrrad steigen und alle Ziele in Regensburg erreichen können. Wir wollen die Bedingungen derart verbessern und das Fahrradfahren so angenehm gestalten, dass das Sicherheitsgefühl hoch und das Rad für alle Menschen eine Alternative zum Pkw sein kann.“, erläutert Michael Achmann die Beweggründe hinter dem Bürgerbegehren. „Außerdem müssen die Verbesserungen für die Sicherheit des Radverkehrs zügig umgesetzt werden“, ergänzt Wolfgang Bogie, „denn jeder durch einen Unfall verletzte Radfahrer ist einer zu viel.“

Hauptrouten für den Fahrradverkehr schaffen

Um dieses Ziel zu erreichen, fordert das Bürgerbegehren ein Netz von durchgängigen Hauptrouten für den Fahrradverkehr sowie den priorisierten Ausbau dieser Routen. Der Wunsch der Verantwortlichen ist, dass die Forderung des Radentscheids im nächsten Stadtentwicklungsplan festgeschrieben wird. Die Idee dahinter: Hauptrouten für Radfahrer sollen nach Möglichkeit abseits der Hauptverkehrsachsen des motorisierten Verkehrs angelegt werden, beispielsweise nicht entlang der Landshuter Straße nach Burgweinting, sondern lieber entlang der Alfons-Auer-Straße. Dabei ist den Verantwortlichen durchaus klar, dass hohe Investitionen getätigt werden müssten, um die Radinfrastruktur in der Stadt entsprechend anzupassen.

Wolfgang Bogie fasst zusammen: „Die Bürger von Regensburg wollen auf ihren täglichen Wegen mehr Fahrrad fahren und dabei sicher und möglichst zügig unterwegs sein können. Die Aufgabenstellung an Politik und Verwaltung ist eindeutig.“

Radmobilität steht auch im Landkreis auf der Agenda

Passend dazu meldete der Landkreis Regensburg diese Woche, dass dessen Radmobilitätskonzept im Zeitplan liege. Nach der großen Resonanz, die die Online-Beteiligung des Landkreises zum neuen Radmobilitätskonzept gebracht hatte, wird derzeit der Großteil der Hinweise und Anregungen geprüft.

Bis Frühjahr 2020 wird ein integriertes Zielnetz für den gesamten Landkreis entworfen und vorgestellt werden können. Landrätin Tanja Schweiger: „Dort, wo wir als Landkreis in der Verantwortung stehen, werden wir auch finanziell und personell anpacken, wenn es an die Umsetzung der Verbesserungsvorschläge geht. Darüber hinaus unterstützen wir gerne die Gemeinden bei der Umsetzung ihrer Vorhaben.“

Claudia Böhm

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