Ministerpräsident Söder will nichts überstürzen Bayern: Ausgangsbeschränkungen werden um eine weitere Woche bis 11. Mai verlängert

Regensburg – „Umsicht und Vorsicht bleiben unser Maßstab“, beschreibt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auf Twitter die Haltung der Staatsregierung. Zwar gibt es auch kleine Lockerungen, doch die bisher geltenden Schutzmaßnahmen und Beschränkungen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie sind um eine weitere Woche, zunächst bis 11. Mai, verlängert worden.

Von Claudia Böhm

Die kurze Verlängerung der Schutzmaßnahmen und Beschränkungen soll etwaige Anpassungen nach den Gesprächen zwischen den Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin zum 11. Mai ermöglichen. Einige Punkte wurden neu geregelt bzw. geändert.

Wieder in die Kirche

Gottesdienste sind ab Montag, den 4. Mai, wieder zulässig. Dafür müssen eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt werden. So dürfen im Freien maximal 50 Personen teilnehmen, in Gebäuden so viele Personen, wie Plätze vorhanden sind, die einen Mindestabstand von 2 Metern zu anderen Plätzen aufweisen. Der Mindestabstand muss eingehalten werden; im Freien 1,5 Meter, in Gebäuden 2 Meter. Höchstens eine Stunde darf der Gottesdienst dauern und es gilt die Mund-Nasen-Bedeckungspflicht.
Ebenfalls wieder ab 4. Mai möglich sind Versammlungen mit maximal 50 Teilnehmern. Diese dürfen sich für höchstens 60 Minuten und ausschließlich im Freien treffen. Es gilt der Mindestabstand von 1,5 Metern. Flyer etc. dürfen dabei nicht verteilt werden.

Große Läden dürfen öffnen

Geschäfte mit einer Fläche über 800 qm mussten diese Woche noch geschlossen bleiben. Nun dürfen auch sie wieder Kunden empfangen, müssen aber die Verkaufsfläche dafür auf 800 qm begrenzen. Auch Buch- und Fahrradläden müssen in Zukunft die 800- qm-Grenze beachten.
Supermärkte, Bau- und Gartenmärkte, der Kfz-Handel und die sonstigen schon bisher privilegierten Geschäfte des täglichen Bedarfs können weiterhin mehr als 800 qm öffnen.
Der Grundsatz „ein Kunde je 20 qm Verkaufsfläche“ gilt für alle Ladengeschäfte.

Ab 4.5. wieder zum Friseur

Friseur- und Fußpflegebetriebe dürfen ab Montag, den 4. Mai, wieder öffnen. Ebenso uneingeschränkt dürfen Physiotherapeuten tätig werden. Auch für diese Berufsgruppen gilt künftig insbesondere die Maskenpflicht.

Im Übrigen bleibt es bei den bisherigen Regelungen (Ausgangsbeschränkungen, Besuchsverbote, Betriebsverbote, Maskenpflicht beim Einkauf sowie im ÖPNV). Auch die Einreise-Quarantäneverordnung wird bis 10. Mai verlängert. Die weltweite Reisewarnung, zunächst gültig bis 4. Mai, wurde vom Bundeskabinett bis 14. Juni verlängert.

Entlastung für Eltern

Auch für Familien mit Kindern ändert sich etwas: Eltern, die wegen des Betretungsverbots aufgrund der Coronavirus-Pandemie keine Kindertagesbetreuung oder Mittagsbetreuung in Anspruch nehmen können, werden für drei Monate von den Kosten entlastet. Dazu sollen den Trägern in der Kindertagesbetreuung und in der Mittagsbetreuung die Elternbeiträge im April, Mai und Juni 2020 pauschal ersetzt werden. Im Gegenzug müssen die Träger für diese Zeit auf die Elternbeiträge verzichten. Für Eltern, die aufgrund des Beitragsersatzes keine Elternbeiträge bezahlen, entfällt in der Folge der Anspruch auf das Krippengeld.

daheim bleiben

Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

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