Mobilitätskonzept Raum Regensburg Gutachter beginnen mit ihrer Arbeit

Aktualisiert vor 4 Wochen von Mario Hahn

Regensburg (RL). Nach einer intensiven Vorbereitungsphase kann die gutachterliche Arbeit für das Konzept Mobilität im Raum Regensburg (KMRR) beginnen. In der Sitzung der Koordinierungsrunde Verkehrsentwicklung Großraum Regensburg am 23. März stellten sich die beauftragten Gutachter – das Büro PTV Transport Consult GmbH für die fachgutachterlichen Leistungen sowie das Büro Zebralog GmbH für die Prozessorganisation und Öffentlichkeitsbeteiligung – vor und erläuterten sowohl den vorgesehenen Prozessablauf als auch die Methodik.

 

Die Koordinierungsrunde tagte unter der Leitung von Landrätin Tanja Schweiger und Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Sie fand als Hybrid-Veranstaltung statt; dem hochkarätig besetzten Leitungsgremium gehören Vertreter des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr, der Autobahn GmbH des Bundes (früher Autobahndirektion), der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, der DB Netz AG, der Regierung der Oberpfalz, des Staatlichen Bauamtes Regensburg, des Regensburger Verkehrsverbundes, der landkreiseigenen Nahverkehrsgesellschaft GFN, der Stadtwerk.Regensburg GmbH sowie der Stadt und des Landkreises Regensburg an.

 

Die Arbeitsgruppe KMRR unter Leitung der Regierung der Oberpfalz hat – unterstützt durch den Lehrstuhl für Verkehrstechnik von Prof. Dr.-Ing. Klaus Bogenberger an der TU München – die Ausschreibung sowie das Vergabeverfahren vorbereitet und durchgeführt. Das KMRR besteht aus zwei Modulen. Im fachgutachterlichen Teil (Modul 1) werden, aufbauend auf einer Bestands- und Defizitanalyse sowie einem überregionalen Verkehrsmodell und einer gemeinsamen Leitbilderstellung, bedarfsgerechte Handlungsempfehlungen und Projekte für eine abgestimmte Weiterentwicklung der regionalen Mobilität abgeleitet. Das Modul 2 umfasst die Prozessorganisation und Öffentlichkeitsbeteiligung. Im Rahmen verschiedener Formate und Veranstaltungen werden alle Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und sonstige Fachstellen die Möglichkeit haben, sich aktiv in die Erstellung des KMRR einzubringen. Die Projektlaufzeit beträgt etwa zwei Jahre, die Kosten für das KMRR sind auf 475.000 Euro veranschlagt.

 

Landrätin Tanja Schweiger und Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer betonten den zukunftsweisenden Strategieansatz des Mobilitätskonzeptes. Das KMRR diene nicht nur der Analyse der Defizite und der strategischen Abstimmung über die zukünftige Entwicklung der verkehrlichen Angebote und der Siedlungsgebiete des Raumes Regensburg. Vielmehr sollen dort auch verkehrsmittelübergreifende Lösungen hin zu einem ökologischen Modal Split (Umweltverbund) entwickelt werden. Zudem soll auch eine Perspektive aufgezeigt werden, wie die Verkehrsentwicklung und das Wachstum der Region bestmöglich in Einklang gebracht werden können. Schließlich sollen die im Mobilitätskonzept erarbeiteten Maßnahmen und Handlungsempfehlungen den zuständigen Baulast- und Aufgabenträgern als Grundlage zur Umsetzung der jeweiligen Maßnahmen dienen.

 

Landrätin Tanja Schweiger dankte der Regierung der Oberpfalz und dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr für die bisherige und künftige Unterstützung bei diesem für den Großraum Regensburg und dessen mittel- und langfristiger Verkehrsentwicklung so wichtigen Gutachten.

 

Mobilität der Zukunft neu gedacht

Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

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