Neues Jahr, neue Gesetze 10 Dinge, die Sie jetzt wissen müssen

Aktualisiert vor 2 Wochen von Mario Hahn

Regensburg – Die Grundrente kommt, der Solidaritätszuschlag fällt (für fast alle) weg, der Mindestlohn steigt – ab Januar dürfen sich viele über mehr Geld freuen. Doch es gibt auch Bereiche, in denen die Kosten steigen.

Von Mario Hahn

Grundrente für Geringverdiener
Rund 1,3 Millionen mit kleiner Rente erhalten einen Aufschlag. Es profitieren diejenigen, die mindestens 33 Jahre Rentenbeiträge aus Beschäftigung, Kindererziehung und Pflegetätigkeit aufweisen. Im Schnitt gibt es einen Zuschlag von 75 Euro. Die Grundrente startet zwar offiziell zum 1. Januar, die Auszahlung wird sich aber wegen des Verwaltungsaufwands um mehrere Monate verzögern und dann rückwirkend erfolgen.

Mehr Kindergeld
Das Kindergeld steigt für das erste und zweite Kind von 204 auf 219 Euro pro Monat, für das dritte Kind von 210 auf 225 Euro und ab dem vierten Kind von 235 auf 250 Euro. Der Kinderfreibetrag wird auf 8.388 Euro angehoben. Auch der Kinderzuschlag steigt, den Familien mit geringem Einkommen zusätzlich zum Kindergeld bekommen. Der Maximalbetrag liegt künftig bei 205 statt bei 185 Euro.

Zurück zur alten Mehrwertsteuer
Ab Januar gilt wieder der reguläre Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf die meisten Güter und 7 Prozent auf Waren des täglichen Bedarfs. Die Bundesregierung hatte die Steuer wegen der Corona-Pandemie für ein halbes Jahr gesenkt, damit die Menschen trotz der unsicheren Zeit weiter Geld ausgeben und die Konjunktur stützen.

Regelsätze bei Hartz IV steigen
Die Hartz-IV-Regelsätze steigen leicht. Ein alleinstehender Erwachsener bekommt künftig 446 Euro im Monat – 14 Euro mehr als bisher. Der Satz für Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren steigt um 45 auf 373 Euro, der für Kinder bis fünf Jahre um 33 auf dann 283 Euro. Für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren ist mit monatlich 309 Euro ein Plus von einem Euro vorgesehen.

Mindestlohn steigt
Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar von derzeit 9,35 Euro pro Stunde auf 9,50 Euro.

Einweg-Plastik wird  in der EU verboten
Das neue Gesetz gilt ab dem 3. Juli für Artikel wie Besteck, Wattestäbchen, Strohhalme….

Der Soli fällt weg
Ab 2021 fällt der Solidaritätszuschlag (Soli) für die meisten weg. 90 Prozent der zahlenden Bürger werden so entlastet. Konkret heißt das: Die Freigrenze, bis zu der kein Soli anfällt, wird von 972 auf 16.956 Euro der Steuerzahlung angehoben. Dadurch wird zukünftig bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 61.717 Euro kein Soli mehr fällig.

Härtere Strafen für Upskirting
Das heimliche Filmen oder Fotografieren unter den Rock (Upskirting) oder in den Ausschnitt kann ab dem neuen Jahr mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bestraft werden. Gleiches gilt für die Weiterverbreitung solcher Aufnahmen.

Steuerbonus für jeden Tag im Homeoffice
Wer in der Corona-Krise von zuhause arbeitet, bekommt einen Steuerbonus. Pro Homeoffice-Tag kann man 5 Euro geltend machen, maximal aber 600 Euro im Jahr. Die Pauschale zählt zu den Werbungskosten. Daher profitieren nur diejenigen Steuerzahler davon, die über die ohnehin geltende Werbekostenpauschale von 1.000 Euro kommen.

Der Personalausweis wird teurer
Bisher kostet ein neuer Personalausweis 28,80 Euro. Ab 2021 steigt der Preis auf 37 Euro – zumindest für die Bürger, die älter als 24 sind und damit nur alle zehn Jahre einen neuen Ausweis benötigen. Jüngere Menschen zahlen nur 22,80 Euro, müssen den Personalausweis aber alle sechs Jahre erneuern.

 

Im neuen Jahr treten viele neue Regelungen und Gesetze in Kraft

Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

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