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Regensburg & Landkreis

Nicht zum leichten Opfer werden Kriminelle legen Seniorin mit dem „Enkeltrick“ herein

Die Polizei informiert Bürger/innen darüber, wie sie sich vor Betrugsmaschen, z. B. am Telefon, schützen können. Foto: pixaby

Regensburg – Diebstähle, Autoaufbrüche oder Betrügereien am Telefon: Kriminelle Machenschaften kennen anscheinend keine Grenzen. Damit niemand zum Opfer mieser Maschen wird, gibt die Polizei hilfreiche Tipps.

Von Claudia Böhm

Wieder ist eine Seniorin in Regensburg Opfer eines perfiden Betruges geworden. Durch geschickte Gesprächsführung und Vortäuschen eines Verwandtschaftsverhältnisses gelang es den Gaunern am Freitag (2.8.), eine 86-jährige Frau um ihr Erspartes zu bringen.

Die Rentnerin war von einer Frau angerufen worden, die vorgab, die Ehefrau des verstorbenen Sohnes zu sein. Aufgrund eines Autounfalls benötige diese nun schnellstmöglich Geld. Schließlich überredete die Betrügerin die Seniorin, einem vermeintlichen Mitarbeiter einer Versicherung Bargeld zu übergeben. Durch diese geschickte Manipulation erbeuteten die Täter einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag. Um Kriminellen die Tour zu vermiesen, hat die Polizei folgende Tipps:

So läuft der „Enkeltrick“ ins Leere
  • Misstrauisch sein, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Nicht raten, wer anruft, sondern Anrufer dazu auffordern, ihren Namen selbst zu nennen.
  • Misstrauisch sein, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die man nicht erkennt. Beim Anrufer Dinge erfragen, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.
  • Keine Details zu familiären und finanziellen Verhältnissen preisgeben.
  • Nicht drängen und unter Druck setzen lassen, sondern Zeit nehmen, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen.
  • Wenn ein Anrufer Geld oder Wertsachen fordert: Dies mit Familienangehörigen oder anderen nahe stehenden Personen besprechen.
  • Niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen übergeben.
  • Bei einem verdächtigen Anruf direkt die Polizei unter der Nummer 110 informieren.
  • Wer bereits Opfer des Enkeltricks geworden ist, sollte die Tat bei der Polizei anzeigen. Dies kann helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.
  • polizVornamen im Telefonbuch abkürzen lassen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Personen gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags an die Telekom wenden.
Angebliche Fernwartung wurde teuer

Ebenfalls einem Trickbetrug zum Opfer fiel diese Woche ein Bürger aus dem westlichen Landkreis, der von einem angeblichen Microsoft-Mitarbeiter telefonisch dahingehend kontaktiert wurde, sein Computer sei mit einem „Trojaner“ infiziert und müsse mittels Fernwartung repariert werden. Der gutgläubige Mann gab daraufhin Daten preis, die dem unbekannten Anrufer den Zugang zum Online-Banking ermöglichten. Kurze Zeit später musste der 59-jährige Mann feststellen, dass unberechtigterweise zwei Abbuchungen in Höhe von 1.700 Euro getätigt worden waren. Die Polizei warnt dringend davor, digitale Zugangsdaten am Telefon an unbekannte Personen preiszugeben

Ein Auto ist kein Tresor

In den letzten Monaten haben sich zudem Autoaufbrüche im Stadtgebiet gehäuft. Von Januar bis Juli 2019 mussten bislang schon 58 Fälle verzeichnet werden, im gesamten Jahr 2018 waren es 81 Fälle. Ein kurzer Tankstopp oder nur schnell zum Bäcker: Diebe nutzen die Gelegenheiten, egal ob man sich in der Heimat oder im Urlaub befindet.

Die Polizei rät, Wertgegenstände grundsätzlich nicht im Auto aufzubewahren und das Fahrzeug immer abzuschließen. Bei einem Funkschlüssel prüfen, ob es tatsächlich verschlossen ist. Gut beleuchtete und belebte Parkplätze bevorzugen. Keine Wertsachen oder Bargeld sichtbar liegen lassen. Auch Verstecken ist nicht zu empfehlen, weil die Diebe jedes Versteck kennen. Hinzu kommt, dass diese Gegenstände oftmals vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind.

Mehr Infos unter www.polizei-beratung.de

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