ÖDP setzt sich für grüne Parkplätze ein Regensburger Fraktion stellt Antrag zur nachhaltigen Parkplatzgestaltung

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Regensburg. Im Planungsausschuss am Mittwoch (14.4.21) beantragt die ÖDP-Fraktion, dass Parkplätze in Zukunft nachhaltiger und somit umweltverträglicher angelegt werden. „Natürlich geht es uns nicht primär darum, dass mehr Parkplätze entstehen. Jeder, der unsere Politik ein bisschen mitverfolgt hat, weiß: wir wollen so wenig Individualverkehr in der Stadt haben, wie möglich. Doch wir sind auch so realistisch, dass auch in den kommenden Jahren immer wieder Parkplätze angelegt werden müssen. Wo diese nicht überbaut werden, sollte wenigstens nicht die ganze Fläche versiegelt werden“, erklärt Fraktionsvorsitzende Astrid Lamby die Idee hinter dem Antrag.

 

Der ÖDP gehe es darum, dass auf den Parkplatzflächen Regenwasser versickern könne. So würde sich wieder neues Grundwasser bilden. Wenn Parkplätze mit Bäumen und Sträuchern angelegt werden, kühle sich außerdem die Umgebungstemperatur um bis zu 3°C ab. „Ein sehr willkommener Effekt in Zeiten der Klimaerwärmung. Unsere Sommer werden heißer, die Tage mit extremer Hitze häufiger. Da ist man um jedes Grad weniger dankbar“, ergänzt Fraktionsvorsitzender Benedikt Suttner, der den Antrag im Ausschuss vorstellen wird.

Astrid Lamby, Fraktionsvorsitzende der ÖDP Regensburg
Foto: ÖDP/Blizz-Archiv

Wie dies genau umgesetzt werden soll, da möchte sich die ÖDP noch nicht festlegen. Hier vertraue man auf die Expertise der Verwaltung. „Wir können uns die Freiflächengestaltungssatzung oder auch Bebauungspläne als mögliche rechtliche Grundlage vorstellen“, so Suttner. Eine Menge an Ideen zur praktischen Umsetzung liefert die Fraktion im Antrag schon mit: poröse, wasserdurchlässige Betonsteine, Sickerfugen, Pflaster mit Rasenfuge oder Vegetationsmulden mit Stauden und Gehölzen, die das Regenwasser vor Ort gleich nutzen. „Wenn Parkplätze so grün gestaltet werden, hat das noch weitere positive Nebeneffekte: der Lärmschutz wird erhöht, da die Pflanzen Schall ‚schlucken‘, das Landschaftsbild wird durch Bäume und Sträucher deutlich verbessert – wenn schon parken, dann wenigstens grün und nachhaltig“, meint der Fraktionsälteste, Stadtrat Joachim Graf dazu. Der Biologe sieht hier auch noch zusätzlichen Lebensraum für Insekten und Wildtiere. „Blühflächen stärken die Artenvielfalt. In Vegetationsmulden entsteht wichtiger Lebensraum für unzählige kleine Lebewesen – ein hoher ökologischer Wert in Zeiten der Flächenversiegelung!“ Im Sinne der Nachhaltigkeit und Klimaresilienz hofft die ÖDP auf breite Zustimmung aus allen Fraktionen: „Das Leitbild Energie und Klima gibt uns die Ziele vor – dies ist eine konkrete Idee, diese umzusetzen!“

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