Regensburg – „Stau auf der A93 bei Regensburg auf Höhe Pfaffensteiner Tunnel.“ An diese Radiomeldung mussten sich die Autofahrer mittlerweile gewöhnen. Wie aber dem Verkehrskollaps Herr werden? Auf Drängen von Bundestagsabgeordneten Peter Aumer soll nun untersucht werden, wie und ob dieses Nadelöhr zu beseitigen ist.

Von Mario Hahn

Peter Aumer ist ein Regensburger. In der Stadt geboren und aufgewachsen. Er hat hier studiert und ist hier in die Politik eingetreten. In seinen 42 Jahren hat er wohl so einiges gesehen und erlebt. Unter anderem, dass der Verkehr – aus unterschiedlichsten Gründen – in und um Regensburg immer mehr zugenommen hat.

Bundestagsabgeordneter Peter Aumer
Foto: Berli Berlinski

Intensiv spürt man das, wenn man auf den Autobahnen unterwegs ist. Staus auf der A3 oder A93 sind keine Seltenheit mehr, sondern Normalzustand. Besonders ärgerlich ist hierbei das Regensburger Nadelöhr, der Pfaffensteiner Tunnel. Seit Jahren herrscht vor Ort ein stetiger Verkehrskollaps.
Eine Lösung für dieses Problem muss her! Das weiß Peter Aumer. Viele Jahre lang hat er deswegen mit den jeweiligen politischen Entscheidungsträgern beharrlich verhandelt. Erst mit Joachim Herrmann, dann mit Ilse Aigner und jetzt mit Hans Reichhart, dem aktuellen bayerischen Verkehrsminister. Der teilte nun mit, dass die technische Untersuchung, die die Anlage von dritten Fahrstreifen in den beiden Tunnelröhren beziehungsweise die Machbarkeit einer zusätzlichen, dritten Tunnelröhre prüfen soll, endgültig in Auftrag gegeben wurde. Mit einem Ergebnis ist Mitte 2019 zu rechnen. Beharrlichkeit siegt eben.
Peter Aumer, auf dessen Drängen die Untersuchung in Auftrag gegeben wurde, erklärt: „In den letzten Jahren wurden die beiden Tunnelröhren sicherheitstechnisch auf den aktuellen Stand gebracht. Der Zahn der Zeit nagt aber an dem Bauwerk. Eine bauliche Instandsetzung ist in den nächsten Jahren unumgänglich.“ Und die wird Minimum zwei Jahre dauern. Die Folge: Ein totaler Verkehrskollaps für die Region Regensburg. Und mehr als ein Nackenschlag für die regionale Wirtschaft.
Der einzige Ausweg sei, erklärt der Bundestagsabgeordnete, eine dritte Tunnelröhre oder die Verbreiterung der bestehenden Tunnelröhren um jeweils einen weiteren Fahrstreifen. „Damit könnte der Verkehr während der Bauzeit nahezu ungehindert fließen und nach Fertigstellung stünden sechs Fahrstreifen zur Verfügung. Das wäre ein verkehrspolitischer Meilenstein für die Region Regensburg“, so Peter Aumer, der ergänzt: „Es freut mich außerordentlich, dass mein Vorschlag nun endlich aufgenommen worden ist und die Untersuchung in Auftrag gegeben wurde.“