Regensburg – In Regensburg herrscht Vollbeschäftigung. Und dennoch müssen Bundesagentur für Arbeit und große Konzerne stramm daran arbeiten, damit dieser Status quo zukünftig erhalten bleibt. Continental-Personalvorstand Dr. Ariane Reinhart und Arbeitsagentur-Chef Detlef Scheele stellten ein gemeinsames Konzept zum Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit und nachhaltiger Qualifizierung vor.

Von Matthias Dettenhofer

„Wir befinden uns in einer Phase des Umbruchs, der Transformation. Die Digitalisierung und die Automatisierung schreiten immer weiter voran. Sogenannte Hilfstätigkeiten verschwinden immer mehr aus unserem Betrieb. Jetzt liegt es an uns, unsere Angestellten weiter zu qualifizieren, damit sie in neu geschaffene Tätigkeitsfelder hineinwachsen“, sagt Dr. Ariane Reinhart, Personalvorstand der Continental AG. Ein wichtiger Schritt, da gerade Continental in den Sektoren Digitalisierung und Automatisierung durch seine Forschung und innovativen Ideen weltweit eine Vorreiterrolle einnimmt.

Dr. Ariane Reinhart, Personalvorstand der Continental AG
Foto: Katharina Francis/Continental

Sozialer Einsatz der Conti-Konzernspitze, der auch dem Arbeitsagentur-Chef imponiert: „Es ist gut zu wissen, dass unsere Gesetze und Programme umgesetzt werden. Dafür brauchen wir die Unternehmen“, erklärt Detlef Scheele. Gerade das neue Teilhabechancengesetz, das Langzeitarbeitslose wieder in Lohn und Brot bringen soll, braucht Unterstützung aus Industrie und Wirtschaft. Continental setzt durch die Einstellung von Langzeitarbeitslosen dieses Pilotprojekt um.
In Kombination mit der Ausbildungsoffensive „Fit für Industrie 4.0“, mithilfe der langjährige Mitarbeiter einen IHK-Abschluss, ohne Gehaltseinbußen, erwerben können sowie der Integration geflüchteter Menschen in den Konzern reagiert Continental auf die Verschiebungen am Arbeitsmarkt.
„Mit Continental haben wir bereits einige erfolgreiche Initiativen ins Leben gerufen. Wir freuen uns deshalb, dass wir auch beim Teilhabechancengesetz wieder ein gemeinsames Pilotprojekt starten können“, so Scheele.