Quo Vadis, Europäische Union? Am Sonntag zählt jede Stimme. Regensburg nimmt Stadtwette mit Köln an. Europa steht vor einer „Schicksalswahl“

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Regensburg – Europa steht vor einer wichtigen Wahl. Nicht wenige sprechen gar von einer „Schicksalswahl“. Diesen Sonntag sind rund 400 Millionen stimmberechtigte Bürger/innen aus den 28 EU-Mitgliedsländern aufgerufen, das neunte Europaparlament zu wählen. Wohin wird die Reise künftig gehen? Deine Stimme kann entscheidend sein!

Von Mario Hahn

In Europa leben etwas mehr als 500 Millionen Bürger/innen. Deren Interessen werden von den Abgeordneten des EU-Parlaments in Straßburg vertreten. Der Einfluss der EU-Parlamentarier auf den Alltag fällt nicht immer auf, da die Themen länderübergreifend sind. Trotzdem betreffen etwa 80 Prozent aller Gesetze, die in Brüssel verabschiedet werden, heimische Betriebe. Deshalb sollte jeder die Möglichkeit nutzen, die Richtung von Europa maßgeblich mit zu beeinflussen. Driftet die Politik nach rechts ab oder nach links? Wie viel Erfolg werden die Populisten haben? Wie geht es mit dem Klimawandel weiter? Wird mit Manfred Weber erstmals ein Bayer der EU-Kommissionspräsident und wichtigsten Politiker in Europa?
Am Sonntag sind die Wahllokale von 8 bis 18 Uhr geöffnet. In der Stadt sind 106.235 Menschen aufgerufen, ihr Wahlrecht auszuüben, im Landkreis 148.753.
JEDE STIMME ZÄHLT!

Stadtwette um hohe Wahlbeteiligung – #kölnchallenge

Regensburg nimmt die Herausforderung Kölns an und beteiligt sich an der Stadtwette um die höchste Wahlbeteiligung einer deutschen Stadt bei der Europawahl. Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer ruft daher alle Wahlberechtigten auf, am Sonntag von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen, und sagt mit einem Augenzwinkern: „Köln mag vielleicht unseren guten Fußballtrainer bekommen, aber der Sieg in der #kölnchallenge geht an Regensburg!“ Auch die Stadt Frankfurt ist im Rennen um die höchste Wahlbeteiligung, weitere Städte wollen folgen. In Köln lag die Wahlbeteiligung 2009 mit 42,9 Prozent um 3,8 Punkte höher als in Regensburg. Frankfurt lag damals mit 38,9 Prozent jedoch knapp hinter Regensburg. In Regensburg zeichnet sich in diesem Jahr ein hoher Anteil an Briefwählern ab: Bereits am Dienstag hatten etwa 24 Prozent aller Wahlberechtigten ihre Unterlagen angefordert. „Das sind schon jetzt 10.000 Menschen mehr, als 2014 per Briefwahl abgestimmt hatten“, zeigt sich Maltz-Schwarzfischer zuversichtlich, die Stadtwette gewinnen zu können.

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