Regensburg: Die Grippewelle rollt langsam an. Wie lassen sich Influenza und Erkältung stoppen?

Impfung ist der sicherste Grippe-Schutz

Influenza ist keine Bagatellerkrankung /Katja Rußwurm vom UKR gibt Tipps, wie man sich zudem gegen die Viren behaupten kann

Regensburg – Immer mehr Firmen, Büros oder Schulen sind davon betroffen: Grippeviren und Erkältungen drehen turnusgemäß ihre Runden. Die Ausfallrate ist zum Beginn des Winter zwar noch nicht ganz so hoch wie in Januar oder Februar, aber die Tendenz steigt. Doch was tun, um sich nicht anzustecken und ist eine Influenza-Impfung auch jetzt noch sinnvoll?

Von Matthias Dettenhofer

Es ist jedes Jahr die gleiche Leier. Draußen wird es erst nass, dann kalt. Irgendwann wird es nass-kalt und spätestens dann hüten viele Menschen mit einer Grippe oder Erkältung das Bett. Herbst und Winter sind nun einmal die traditionellen Krank-Monate. „Der Höhepunkt erfolgt, wie die vergangenen Jahre zeigen, erst nach dem Jahreswechsel“, erklärt Katja Rußwurm, Sprecherin des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) auf Blizz-Nachfrage.
Die Ruhe vor dem Sturm also. Doch was kann man tun, um sich bestmöglich vor Viren und Bakterien zu schützen? Lohnt es sich noch impfen zu lassen? „Ja, am besten ist es zwar im Oktober und November, aber auch wenn die Grippewelle schon losgelegt hat ist es noch sinnvoll“, so Rußwurm. Bis die Impfung allerdings Wirkung zeigt dauert es zehn bis vierzehn Tage. Dabei empfiehlt die Ständige Impfkommission besonders Schwangeren, Senioren über 60, Menschen mit Organ- und Immunerkrankungen, Diabetikern und natürlich medizinischem Personal eine Schutzimpfung. Besonders wichtig ist eine Impfung im Umgang mit Risikopersonen, wie Dialysepatienten. Außerdem sollten Personen mit direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln geimpft werden, um eine Doppelinfektion mit Influenza und Vogelgrippe zu vermeiden. Für wen eine Impfung nicht in Frage kommt, sollte mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.
Auch wenn eine Impfung der sicherste Schutz vor einer Ansteckung ist, sollten auch sonst einige Dinge beachtet werden. „Viren werden zumeist mit über die Hände übertragen, beispielsweise beim Händeschütteln. Da hilft nur gründliches und regelmäßiges Waschen. Beim Husten und Niesen ist es auch besser die Armbeuge als Schutz zu nehmen als die Handfläche.“ Menschenansammlungen, was leider in Zeiten von Weihnachtsmärkte schwer fällt, sollten so gut es geht ebenfalls vermieden werden.
Grundsätzlich ist es jedoch so, dass man bei einem Verdacht sich angesteckt zu haben, den Hausarzt aufsuchen sollte, um abklären zu lassen ob eine Grippe oder doch ein grippaler Infekt vorliegt. „Helden“, die sich mit grippalen Symptomen noch in die Arbeit schleppen, tun nämlich weder sich noch ihrem Umfeld einen Gefallen. „Die Erkrankung an einer Grippe ist nicht zu verwechseln mit einem „grippalen Infekt“. Erstere macht den Patienten für ein bis zwei Wochen richtig krank mit starker Abgeschlagenheit, (hohem) Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Husten“, weiß Rußwurm. Eine durch den Influenzavirus verursachte Erkrankung sei keine Bagatellerkrankung. Komplikationen einer zu spät oder nicht behandelten Influenza können Herzmuskel- oder Lungenentzündungen nach sich ziehen, die im schlimmsten Fall sogar zum Tode führen können. Eine adäquate Behandlung ist daher unerlässlich.

Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

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