Regensburg in Alarmzustand Corona-Frühwarnwert überschritten: verschärfte Maßnahmen bis 29.09.

Seit Mittwoch gelten in der Domstadt strengere Maßnahmen zur Eindämmung des lokalen Infektionsgeschehens. Grund dafür war die Überschreitung des Signalwerts für die 7-Tages-Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern am Montag. Dieser Wert ist zwar wieder gesunken, die Regeln gelten aber weiter – vorläufig bis einschließlich Dienstag, den 29. September. Der Leiter des Gesundheitsamts erklärt, woher die erhöhten Fallzahlen kommen und wie es weitergehen könnte.

Von Claudia Böhm

Die Stadt ist der Empfehlung des Staatlichen Gesundheitsamts gefolgt und hat zur Eindämmung des lokalen Infektionsgeschehens eine >> Allgemeinverfügung erlassen. Allgemeinverfügung
Bis einschließlich Dienstag gilt demnach für Regensburg:

  • Aufenthalt im öffentlichen Raum in Gruppen ist nur noch bis zu maximal 5 Personen anstelle von bis zu 10 Personen zulässig. Diese Kontaktbeschränkung gilt auch für alle Gastronomiebetriebe im Stadtgebiet. Mehrköpfige Familien, die in einem Haushalt leben, sind ausgenommen.
  • Für Veranstaltungen, die nur von einem absehbaren Teilnehmerkreis besucht werden, gilt eine Teilnehmerbegrenzung von 50 Personen in geschlossenen Räumen und bis zu 100 Personen im Freien. Zu den Veranstaltungen zählen insbesondere Privatveranstaltungen wie Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Abschlussfeiern oder Vereins- und Parteiveranstaltungen.
  • Zusätzlich wird die Maskenpflicht für alle weiterführenden Schulen (ab 5. Klasse) – wie vom Kultusministerium des Freistaats vorgeschrieben – aufrechterhalten.
  • Zudem wird ein Verkaufsverbot alkoholischer To-go-Getränke ab 22 Uhr in der Regensburger Altstadt (Altstadt südlich der Donau, Stadtamhof und Oberer Wöhrd) angeordnet. Der Ausschank auf genehmigten Freisitzflächen bleibt davon unberührt.
Dr. Matthias Pregler, Leiter des Regensburger Gesundheitsamtes

Dr. Walter Boeckh, Rechts- und Regionalreferent, betonte gegenüber der Presse, man setze hinsichtlich der schärferen Regeln auf die Vernunft der Menschen. Mehr Personal, das die Einhaltung überwache, werde es nicht geben.

Beim Regensburger Gesundheitsamt führt man die gestiegenen Fallzahlen nicht auf eine einzelne Quelle zurück. Laut Dr. Matthias Pregler seien es verschiedene Faktoren, wie Fälle an Schulen, Reiserückkehrer und private Treffen, die den Wert hätten steigen lassen.

Wie geht es weiter?

Trotz der zeitweise gestiegenen Neuinfektionen hätten die Krankenhäuser noch genug Kapazitäten, beruhigt Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Sie erhalte derzeit aber viele Zuschriften besorgter Bürger, die sich nicht mehr in die Altstadt trauen. Auf den Plätzen und in den Gassen sei zu viel los. In München, wo der Schwellenwert von 50 am 18.9. überschritten worden war, gilt seit Mittwoch im Bereich der Altstadt Maskenpflicht – und zwar im Gehen, Stehen und Sitzen.

Sollte es auch in Regensburg zu einem weiteren Anstieg der Corona-Infektionen kommen, sind vergleichbare Maßnahmen denkbar. Die Stadt habe dazu ein Stufenmodell vorbereitet. Bleibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, werden die jetzt geltenden Maßnahmen aber wieder aufgehoben.

Aktuelle Infos unter www.regensburg.de/aktuel les/coronavirus.

Claudia Böhm

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