Regensburg: SEK-Mann schwer verletzt Mutmaßlicher Täter vor Gericht

Aktualisiert vor 3 Wochen von Nadja Pohr

Regensburg (dpa/lby) – Zehn Monate nach einem Angriff auf einen SEK-Beamten muss sich der mutmaßliche Täter vor dem Landgericht Regensburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt dem 42-Jährigen unter anderem versuchten Mord, schwere Brandstiftung und schwere Körperverletzung zur Last. Der Polizist hatte bei dem Einsatz im vergangenen Juni schwere Verbrennungen an Armen und Beinen erlitten. Der Prozess beginnt nach Justizangaben am Dienstag (9.00 Uhr).

Den Ermittlungen nach hatte der Angeklagte nachts Brandsätze aus dem Fenster geworfen, woraufhin Zeugen die Polizei riefen und ein Spezialeinsatzkommando (SEK) anrückte. Beim Betreten der Wohnung des Mannes explodierte eine Brandfalle, die der Mann selbst gebastelt haben soll. Die Polizei entdeckte bei der Durchsuchung mehrere Molotowcocktails.

Der mutmaßliche Täter, ein Deutscher, wurde in eine psychiatrische Klinik und drei Monate später in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Der SEK-Beamte musste in einer Spezialklinik mehrfach operiert werden und war gut ein halbes Jahr dienstunfähig.

Es sind zunächst fünf Verhandlungstage vorgesehen.

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Nadja Pohr

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