Regensburg & Landkreis

Regensburger Preis für Frauen in Wissenschaft und Kunst Es wird Zeit für mehr Professorinnen

Prof. Dr. Wolfgang Baier (OTH Regensburg), Dieter Daminger (Stadt Regensburg), Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Prof. Dr. Udo Hebel (Uni Regensburg) und Prof. Stefan Baier (Musikhochschule) stellten den Preis vor (v. li.)

Regensburg – Professuren an den Universitäten in Deutschland sind zum größten Teil immer noch eine Männer-Domäne. Aber warum sind weibliche Professoren immer noch in der Unterzahl? Schließlich liegt der Frauenanteil bei den Promotionen heutzutage bei annähernd 50 Prozent. Um dem entgegenzuwirken, lobt die Stadt bereits zum dritten Mal den Regensburger Preis für Frauen in Wissenschaft und Kunst aus.

Von Mario Hahn

Mit diesem Preis, mit 15.000 Euro dem am höchsten dotierten Preis, den die Stadt vergibt, sollen weibliche Forscherinnen und Künstlerinnen der drei Regensburger Hochschulen (Universität, OTH und Musikhochschule) dazu ermutigt werden, eine Hochschulkarriere einzuschlagen.
„Wir wollen Anreize schaffen und ein Zeichen setzen für die Wertigkeit von Frauen in Wissenschaft und Kunst“, sagt Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer.
Der Preis wurde bereits zwei mal vergeben. Bei der Premiere im Jahr 2014 erhielten ihn gleich zwei Frauen: Dr. Sabine Amslinger (Organische Chemie) und Dr. Babett Edelmann-Singer (Alte Geschichte). Beide teilten sich damals das Preisgeld von 15.000 Euro. Im Jahr 2017 setzte sich Dr. Sara Collins durch: Die Physikerin befasste sich mit der Berechnung der Eigenschaften von Protonen und Neutronen.
Der Regensburger Preis für Frauen in Wissenschaft und Kunst sei eine „Erfolgsstory“, sagten unisono Uni-Präsident Prof. Dr. Udo Hebel, OTH-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Baier und der Rektor der Musikhochschule, Prof. Stefan Baier. Und für Dieter Daminger setzt die Stadt damit „bundesweit ein Zeichen“ und beweist ihre „Innovationskraft“. „Ich kenne keine Stadt in Deutschland, die so einen Preis vergibt“, sagt der Referent für Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzen.
Der Regensburger Preis für Frauen in Wissenschaft und Kunst wird aufgrund herausragender Leistungen in den Abschlussarbeiten und -leistungen zu den höchsten Qualifikationsstufen der jeweiligen Hochschule oder in Kooperationsprojekten zwischen Unternehmen und Regensburger Hochschulen (Berufungsrelevanz an der OTH Regensburg) verliehen. In ihrer Bewerbung sollen die Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen deutlich machen, wie sie das Preisgeld zur Förderung ihrer Laufbahn einsetzen wollen. Eine hochkompetente Jury bewertet dann alle Bewerbungen. Der Preis wird Ende des Jahres in einem Festakt im Historischen Reichssaal übergeben.
Das Interesse an dem Preis kann bis zum 31. März bekundet werden. Unterlagen liegen an den jeweiligen Hochschulen aus bzw. können angefordert werden unter wirtschaft-und-wissenschaft@regensburg.de.

 

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