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Regensburg & Landkreis, Sport

Regensburger Rallye-Pilot Enrico Schulze auf Erfolgskurs „Gas geben kann ein jeder, man muss aber auch wissen, wann man bremsen muss, um ideal durch die Kurve zu kommen."

Foto: Boxenstop

Regensburg – „Schade, dass in der Heimatstadt von Rallye-Legende Walter Röhrl der Rallye-Sport so wenig Beachtung findet“, findet Enrico Schulze. Dabei ist der Boxenstop-Chef ein äußerst erfolgreicher Fahrer mit „viel Benzin im Blut“. Das beweisen die vielen Pokale des Rennpiloten.

Von Mario Hahn

Im Jahr 1996 hat ihn das Rallye-Fieber gepackt und seitdem nicht mehr losgelassen. „Es ist fast wie eine Sucht“, so Enrico Schulze, und fügt sogleich an: „Die Liebe zum Rennsport wurde mir in die Wiege gelegt.“

Rallye-Pilot Enrico Schulze hat in seiner Karriere bisher schon zahlreiche Pokale gewinnen können

Seit über zehn Jahren nimmt Schulze an Rallyemeisterschaften teil. Das große Geld lässt sich dort nicht verdienen, „aber es macht mir Spaß, immer mein Bestes zu geben.“ Das tat er auch wieder 2018. Mit seinem „Team Boxenstop Regensburg“ war der Kfz-Meister bei der Deutschen Rallye-Meisterschaft des Neuen Automobil- und Verkehrs-Clubs (NAVC) am Start. An seiner Seite wechselten sich Marina Schnelle und Andrea Wolters ab. „Beide sind sehr gute Beifahrerinnen, auf beide kann ich mich verlassen.“ Deren Job ist extrem wichtig: Während Schulze über die Strecke mit Höchstgeschwindigkeit düst, informieren ihn die Beifahrerinnen, welche Kurve oder welcher Hügel nach wie vielen Metern kommt. Auch ist der Untergrund der Strecke stets anders. „Mal ist es schlammig oder lehmig, mal fahren wir auf Asphalt oder Schotter – das Auto reagiert immer unterschiedlich.“
Fünf verschiedene Rennen in ganz Deutschland mussten bei der NAVC-Meisterschaft im letzten Jahr absolviert werden. Schulze startet mit seinem Suzuki Swift in der Klasse bis 1.600 Kubik. Obwohl sein Rennbolide mit 125 PS einer der langsamsten in seiner Klasse war, schaffte es der Regensburger fast immer, Top-Platzierungen herauszufahren. „Gas geben kann jeder, man muss aber auch wissen, wann man bremsen muss, um ideal durch die Kurven zu kommen.“
Sein großes Können bewies der Regensburger erneut bei den Läufen der NAVC-Meisterschaft 2018. Sei es bei der Rallye Zorn, der Fürst-Carl-Rallye, der Hombachtal-Rallye, der Hochtaunus-Rallye oder der Mossandl-Rallye – vier von fünf Mal stand das „Team Boxenstop Regensburg“ auf den zweiten Platz. Nur bei der Rallye Zorn in Rheinland-Pfalz konnte er wegen technischen Schwierigkeiten das Ziel nicht erreichen. Am Ende belegte Schulze den neunten Platz in der Meisterschaft (die Punktevergabe ist äußerst kompliziert, da alle Hubraumklassen zusammengelegt werden und und auch noch verschiedene weitere Faktoren zählen), schaffte es also in die Top Ten. Ein großer Erfolg, bedankt man die Unterlegenheit des Fahrzeugs in Sachen Pferdestärken.
Natürlich geht es für Schulze auch 2019 weiter. Dafür wird sein Suzuki Swift mächtig aufgemotzt, bekommt mehr Pferdestärken unter die Haube sowie eine verbesserte Software. Trotz mehr Leistung setzt sich der Boxenstop-Chef nicht unter Druck. „Da kann soviel passieren, die Technik kann versagen oder man hat einfach einen schlechten Tag – wichtig ist einfach, dass ich mit Spaß an der Freude fahre und immer mein Bestes gebe.“ Damit ist Enrico Schulze schon immer gut gefahren.
Mehr über Enrico Schulze und seine Rennergebnisse erfährt man unter www.boxenstop-regensburg.de bzw. unter www.navc.de.

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