Schluss mit Umsiedelung und Zerstörung von Dörfern und Kirchen Greenpeace Regensburg protestiert gegen weiteren Abbau von Braunkohle

Aktualisiert vor 1 Monat von Mario Hahn

Regensburg – Deutschlandweit protestierten am Samstag Greenpeace-Aktive gegen die Kohlepolitik des Ministerpräsidenten und CDU-Vorsitzenden Armin Laschet. Auch in Regensburg beteiligten sich Aktive. Mit zwei Handbannern standen sie um 10 Uhr vor der Neupfarrkirche und forderten, weitere Genehmigungen für den Abbau von Braunkohle zu stoppen.

In Nordreinwestfalen steht in diesem Frühling eine Leitentscheidung an, wie die Grenzen des Tagebaues im Rheinischen Revierland zukünftig gesteckt werden. Trotz des Kohleausstiegs hält Ministerpräsident Armin Laschet bisher an der geplanten Umsiedlung von weiteren Dörfern für den Braunkohleabbau fest, über 1500 Menschen sollen aus ihren Häusern vertrieben werden. Damit wäre der Weg frei zur Förderung von bis zu weiteren 900 Millionen Tonnen Braunkohle bis 2038 durch den Energiekonzern RWE. Durch die Abbaggerung dieser Menge kann Deutschland die Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens nicht einhalten.

Kritik an den Braunkohleplänen kommt auch aus kirchlichen Reihen. Im Januar hatte der Aachener Bischof Dr. Helmut Dieser die erbetene Entweihung der Kirche von Keyenberg – eines der bedrohten Dörfer – vorerst ausgesetzt. Die Entweihung wäre Voraussetzung für den späteren Abriss durch den Kohlekonzern RWE. Der Bischof betonte in seiner öffentlichen Erklärung, dass für den Klimaschutz eine konsequentere Verringerung des CO2-Ausstoßes und somit des Tagebaues nötig und der Erhalt der Dörfer möglich sei. Das Fundament der Kirche in Keyenberg, welche bald für die Abbaggerung entweiht werden soll, ist älter als das der Notre Dame.
Die Entscheidung über das weitere Vorgehen in Bezug auf den Kohleabbau in NRW wird im April, gegen Ostern, erwartet.

(Pressemitteilung der Greenpeace Regensburg)

 

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Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

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