Sonntag in Regensburg: Bahnhofs-Areal wird No-Go-Area Sprengung des Wirsing-Turms / Straßensperrungen von 9 bis 12 Uhr / Linienbusse werden umgeleitet

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Regensburg – Über 50 Jahre trotzte er allen Mächten, am Sonntag fällt er in wenigen Sekunden in sich zusammen: der Wirsing-Turm am Kepler-Areal. Um 11 Uhr wird das frühere Studentenwohnheim zwischen Ernst-Reuter-Platz und Hauptbahnhof kontrolliert gesprengt. Aus sicherer Entfernung kann man den Fall des Giganten verfolgen. Um 12 Uhr werden voraussichtlich die Sperrungen wieder aufgehoben.

Von Mario Hahn

Es gab lange und intensive Diskussionen darüber, was mit dem im Jahr 1969 von Architekt Werner Wirsing errichteten Wirsing-Turm und dem angrenzenden Lutherhaus geschehen soll. Ausgesprochen gegen einen Gebäudeabbruch hatte sich das „Bündnis Zukunft Kepler-Areal“. Die Initiative, die sich eher eine Sanierung und Nutzung etwa als Bürgerhaus gewünscht hätte, klagte sogar gegen den Abriss vor dem Regensburger Verwaltungsgericht – ohne Erfolg.
Letztlich setzte sich die Stadt durch, die das Grundstück von der Evangelisch-Lutherischen Pfründestiftung erhält. Sobald das Gelände komplett frei ist, wird die Fläche per Erbpachtvertrag für 99 Jahre an die Stadt übergehen.
Nach der Sprengung, die am 23. Februar um 11 Uhr beginnt und nur vier Sekunden dauern wird – der Fall des Giganten dauert freilich ein paar Sekunden länger – wird der Gebäuderückbau des Lutherhauses (da war früher die Sparkasse) mittels Longfrontbagger fortgesetzt.
Voraussichtlich 2021 soll auf dem Areal dann der neue Interims-ZOB in Betrieb gehen, der Platz für die Bauarbeiten zur Neugestaltung des Bahnhofs-areals in der Bahnhofstraße macht.
Den gesamten Rückbau der Gebäude und damit verbunden die Sprengung des Wirsing-Turms führt das ESW, das Evangelische Siedlungswerk, im Auftrag der Eigentümerin, der Evangelisch-Lutherischen Pfründestiftung, durch.
Straßensperrungen

Der Sperrbereich während der Sprengung am Sonntag, 23. Februar, in Regensburg
Grafik: Stadt Regensburg

Um einen geregelten Ablauf der Sprengung zu ermöglichen, wird ab 9 Uhr rund um das Lutherhaus am Ernst-Reuter-Platz 2 die Durchfahrt für jeglichen Verkehr komplett gesperrt. Die Sperrung betrifft Teile der D.-Martin-Luther-Straße, der Luitpoldstraße, der Hemauerstraße, der Bahnhofstraße, der Galgenbergbrücke, der Albertstraße, des St.-Peters-Wegs und der Maximilianstraße (siehe Plan). Gegen 12 Uhr wird die Sperrung voraussichtlich mit drei lauten Signaltönen aufgehoben.
ÖPNV-Umleitungen
Durch die Sperrung muss der Busverkehr in der Zeit von 8 bis voraussichtlich 13 Uhr umgeleitet werden. Die Haltestelle Hauptbahnhof/Albertstraße als Umsteigemöglichkeit für die Linien 1, 3, 6, 7, 8, 9, 10 und 11 wird in die Friedenstraße (vor den Arcaden) verlegt. Detaillierte Informationen zu den Umleitungen gibt es unter www.blizz-regensburg.de bzw. unter www.rvv.de. Während der Durchführung der Sprengung kann trotz aller ergriffenen Maßnahmen zur Eingrenzung der Staubentwicklung durch die kollabierenden und fallenden Baukörper je nach Witterungsverhältnissen und vorhandener Windrichtung eine kurzzeitige Beeinträchtigung durch die Staubausbreitung, auch über den festgelegten Absperrbereich hinaus, nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Eine gesundheitliche Gefährdung durch den entstehenden Staub ist aufgrund der im Vorfeld durchgeführten Schadstofffreistellung des Gebäudes nicht gegeben.

 

Umleitungen der Busse am Samstag, den 23. Februar

Von 8 bis 13 Uhr ist der Ernst-Reuter-Platz, ein Teil der Maximilianstraße und der Albertstraße sowie die Dr.-Martin-Luther-Straße für oben genannte Linien gesperrt.

Linie 1 wird zwischen den Haltestellen Taxisstraße und Weißenburgstraße in beiden Richtungen über Bismarckplatz, Justizgebäude, Friedenstraße, Hauptbahnhof Süd/Arcaden, Furtmayrstraße, Hermann-Geib-Straße und Landshuter Straße umgeleitet.
Linie 2 wird zwischen den Haltestellen Dachauplatz und Stobäusplatz in beiden Richtungen über den Minoritenweg und die Gabelsbergstraße umgeleitet.
Linie 3 wird zwischen den Haltestellen Weichs/DEZ und Hauptbahnhof Süd/Arcaden über die Nibelungenbrücke, Weißenburgstraße, Landshuter Straße, Hermann-Geib-Straße und Furtmayrstr. umgeleitet.
Linie 5 wird ab der Haltestelle Weichs-DEZ zur Haltestelle Weißenburgstraße in der Weißenburgstraße, Stobäusplatz, Landshuter Straße/Klier und weiter zum Dachauplatz umgeleitet. Ersatzhaltestelle für Hauptbahnhof ist die Haltestelle Landshuter Straße/Klier.
Linie 6 wird zwischen den Haltestellen Hauptbahnhof Süd/Arcaden und Justizgebäude in beiden Richtungen über die Friedenstraße umgeleitet.
Linie 7 wird zwischen den Haltestellen Hauptbahnhof Süd/Arcaden und Gutenbergstraße in beiden Richtungen über die Friedenstraße umgeleitet.
Linie 8 wird zwischen den Haltestellen Weichs/DEZ und Hauptbahnhof Süd/Arcaden über die Nibelungenbrücke, Weißenburgstraße, Landshuter Straße, Hermann-Geib-Straße und Furtmayrstr. umgeleitet.
Linie 9 wird zwischen den Haltestellen Krankenhaus St. Josef und Hauptbahnhof Süd/Arcaden über die Furtmayrstr. umgeleitet.
Linie 10 wird zwischen den Haltestellen Zuckerfabrik und Hauptbahnhof Süd/Arcaden in beiden Richtungen über die Greflinger Straße, Weißenburgstraße, Landshuter Straße, Hermann-Geib-Straße und Furtmayrstr. umgeleitet.
Linie 11 wird zwischen den Haltestellen Ostdeutsche Galerie und OTH über Bismarckplatz, Justizgebäude, Friedenstraße, Hauptbahnhof Süd/Arcaden, Galgenbergstraße und Bischof-Konrad-Straße umgeleitet. Die Haltestelle Oberer katholischer Friedhof stadteinwärts wird nicht angefahren.
Hauptumsteigepunkt für die Linien 1, 3, 6, 7, 8, 9, 10 und 11 während der Sperrung wird die Haltestelle Hauptbahnhof Süd/Arcaden.
Linien 12 und 28 werden ab der Haltestelle Weichs-DEZ zur Haltestelle Weißenburgstraße, Ersatzhaltestelle Stobäusplatz über die Furtmayerstraße zur Haltestelle bei den Arcaden und weiter über die Friedenstraße zum Bahnhof umgeleitet.
Linien 14, 34, 41 werden ab der Haltestelle Weißenburgstraße zur Ersatzhaltestelle Stobäusplatz über die Furtmayerstraße zur Ersatzhaltestelle bei den Arcaden und weiter über die Friedenstraße zum Bahnhof umgeleitet.
Linie 13 und 17 beginnt und endet an der Haltestelle Dachauplatz.
Linie 30/31 wird ab Hauptbahnhof über die Kumpfmühlerbrücke zur Friedenstraße, Ersatzhaltestelle bei den Arcaden, Furtmayerstraße zur Ersatzhaltestelle Stobäusplatz und weiter zur Haltestelle Greflingerstraße umgeleitet.
Bei der Rückfahrt ab der Haltestelle Krankenhaus St.Josef über die Fuhrtmayerstraße, Ersatzhaltestelle bei den Arkaden und über die Friedenstraße zum Hauptbahnhof. Linie 31 in gegengesetzter Richtung.

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