Sparen am Nobelpreisträger MdB Ulrich Lechte: „Bundesregierung setzt ein völlig falsches Signal“

Regensburg – Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen erhält in diesem Jahr den Friedensnobelpreis. Es steht für den Kampf gegen den Hunger und engagiert sich in Konfliktgebieten. MdB Ulrich Lechte (FDP) aus Regensburg kommentiert die Pläne der Bundesregierung, der Organisation die Gelder zu kürzen.

Von Claudia Schrafl

Die Bekanntgabe des Friedensnobelpreisträgers ist jedes Jahr der Höhepunkt in der Reihe der sechs Nobelpreis-Verkündungen. Er gilt als wichtigste Auszeichnung weltweit und hat einen hohen politischen Stellenwert. Ulrich Lechte (FDP), der jahrelang in Regensburg lebte und Mitglied des Bundestages ist, äußert sich zu Plänen der Regierung:
„Leider möchte die Bundesregierung dem Friedensnobelpreisträger die Grundbeiträge im kommenden Jahr um 42 Prozent kürzen. Das geht aus dem Haushaltsentwurf der Bundesregierung für den Haushalt 2021 hervor. Aber eine Reduzierung der Grundbeiträge für das WFP ist Deutschlands Verantwortung in der Welt nicht würdig. Das WFP leistet überlebenswichtige Arbeit für Menschen in Hunger und Not. Es ist mehr Engagement für VN-Organisationen nötig, nicht weniger. Die Bundesregierung setzt mit ihrem Haushaltsentwurf ein völlig falsches Signal. Wir brauchen mehr flexible Mittel für Hilfsorganisationen und auch das nun exponierte WFP!“
In ihrem wöchentlichen Video-Podcast hatte Kanzlerin Merkel dem WFP „von Herzen“ gratuliert.

 

Friedensnobelpreis

■ die Auszeichnung wird seit 1901 jeweils am 10.12., dem Todestag Alfred Nobels, in Oslo verliehen
■ seit 2017 gibt es dafür 9 Millionen Schwedische Kronen (ca. 868.000 Euro)
■ Preisträger 2019 war Abiy Ahmed aus Äthiopien

Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

X