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Regensburg & Landkreis

Spatenstich für Leuchtturmprojekt Stadt und Bistum bauen gemeinsames Depot für regionale Kulturgüter

Regierungspräsident Axel Bartelt, Bischof Rudolf Voderholzer und Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (v. li.)

Regensburg – Für Bischof Rudolf Voderholzer ist es ein „Leuchtturmprojekt, das weit über Regensburg hinaus Beachtung“ finden wird, für Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer „eines der größten Archivkomplexe Deutschlands“ – die künftige Heimat regionaler Kunstschätze begeistert vom Spatenstich an.

Von Mario Hahn

Zahlreiche Politiker und Kirchenvertreter fanden sich am Mittwochvormittag bei herrlichem Spätsommerwetter zum Spatenstich im Regensburger Stadtteil Burgweinting ein. Am Prüller Weg entsteht auf einer Grundfläche von 4.200 Quadratmetern ein dreigeschossiger Gebäudekomplex mit einem ausgeklügelten Wach- und Sicherheitssystem. Das künftige zentrale Depot- und Magazingebäude für die Museen der Stadt, das Stadtarchiv, die Museen des Bistums und für das Bischöfliche Zentralarchiv wird 43 Millionen Euro kosten, von denen die Stadt 23 Mio. Euro selber stemmt. Das „kulturelle Zweifamilienhaus“ (Bischof Voderholzer) soll etwa 184 Meter lang, 30 Meter breit, zwölf Meter hoch und im Jahr 2022 fertiggestellt sein.

In die eine Haushälfte, in die westliche, zieht die Stadt ein. Deren Museen nutzen die Depoträume für ihre Sammlungen. Bei der Archäologie handelt es sich um Fundstücke aus der Steinzeit bis in die Neuzeit. Die Regensburger Sammlung ist nach der Staatssammlung in München die zweitgrößte ihrer Art in Bayern. Die kulturgeschichtliche Sammlung reicht in etwa von 1.000 n. Chr. bis in die heutige Zeit. Außerdem zieht das Stadtarchiv komplett in das neue Depotgebäude ein. Als eines der größten Kommunalarchive Bayerns verfügt das Stadtarchiv über eine reichhaltige Überlieferung zur Geschichte Regensburgs. Auch das Evangelisch-Lutherische Kirchenarchiv und der Historische Verein für Oberpfalz und Regensburg erhalten eigene Büros und Magazinräume.

Den Ostflügel nutzen die Kunstsammlungen des Bistums und das Bischöfliche Zentralarchiv. Das Sammlungszentrum des Diözesanmuseums wird die sakrale Kunstsammlung und kirchliche Innenausstattungen wie Altarelemente bewahren. Die Sammlung umfasst u. a. 1.450 Gemälde, 25.000 Grafiken und Zeichnungen und 400 Gold- und Silberschmiedearbeiten.

Im Bischöflichen Zentralarchiv befinden sich u. a. über 200 Pfarrarchive sowie die Nachlässe vieler Bischöfe und die Überlieferungen etlicher Klöster und Stifte.

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