Spiegelspiel im Schaufenster Michaela Lautenschlager füllt in ihrer Ausstellung „Mizukagami-Spiegelspiel“ die „neunkubikmeter“

Ausstellung „Mizukagami-Spiegelspiel“ von Michaela Lautenschlager in „neunkubikmeter“ in der Pustetpassage Foto: Michaela Lautenschlager

Regensburg – Die Kommunikationsdesignerin und Künstlerin Michaela Lautenschlager nutzt den Raum der „neunkubikmeter“ auf neue Art und Weise. Nach verschiedenen Formaten wird der temporäre Raum für Kunst, Kultur und interdisziplinäre Konzepte in der Pustetpassage vom 14. Juni bis 4. Juli verspiegelt. Doch die Spiegel verhalten sich anders als sonst in einem Schaufenster üblich – sie bewegen sich.

Ein Spiegelspiel im Schaufenster

Die Installation „Mizukagami-Spiegelspiel“ entfaltet ihre Wechselwirkung erst in direkter Kommunikation mit dem Publikum, das meist zufällig an den „neunkubikmetern“ vorbeigeht. Die dynamische Spiegel-Landschaft lässt zufällige Passantinnen und Passanten zu einem Teil des Kunstwerks werden. Ein individuelles Spiel verschiedener Reflexionen beginnt, mit unerwarteten Perspektiven und offenem Ausgang.

Mizukagami – Das Spiel mit dem Selbstbild

Das Werk „Mizukagami“, das im Japanischen den Wasserspiegel bezeichnet, ist der zweite Part einer vierteiligen Serie, die mit räumlichen Spiegel-Konstellationen arbeitet. Im ersten Teil „Okagami“ ging es um die Zukunft der Architektur in Form einer kinetischen Spiegel-Skulptur. „Mizukagami“ thematisiert das Spiel mit dem eigenen Selbstbild und dem neugierigen bis narzisstischen Blick in den Spiegel. Wie reagieren wir, wenn sich das uns vertraute Medium Spiegel plötzlich anders verhält, als wir es erwarten? Wenn der Spiegel unserem Blick ausweicht, statt ihn uns entgegen zu werfen? Die Reaktion der Reflexion verleitet zu einer kurzen, spontanen Interaktion abseits vertrauter Sehgewohnheiten und macht Kunst neu erfahrbar.

Michaela Lautenschlager

Die Kommunikationsdesignerin bezeichnet es als ihre Leidenschaft, komplexe Probleme und Big Data greifbar zu machen und damit Menschen zu befähigen, diese besser zu verstehen und ihre eigene Auseinandersetzung zu beginnen. Die Darstellung der Inhalte nimmt in ihren Kunstwerken unterschiedlichste Formen an. Dabei spielen räumliche und interaktive Installationen ebenso eine Rolle wie Ausstellungen und Interface-Design.

„neunkubikmeter“ für Kunst, Kultur und außergewöhnliche Ideen

Das Kulturamt schafft seit Beginn der Corona-Krise offene Möglichkeitsräume und experimentelle Plattformen für Kunst und Kultur, um Künstlerinnen und Künstler aus Regensburg zu unterstützen. Eine dieser Aktionen ist ein Schaukasten in der Pustetpassage, der zu einem temporären und zeitgenössischen Raum für Kunst, Kultur und innovative Ideen wird. Alle drei Wochen wandeln die „neunkubikmeter“ ihr Gesicht und geben sowohl den bildenden als auch darstellenden Künsten, der Literatur, der Medienkunst und allen weiteren Genres wie Sparten eine Bühne.

Mehr Informationen unter www.regensburg.de/neunkubikmeter

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