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Politik, Regensburg & Landkreis

Stadtrat Christian Janele tritt bei den Kommunalwahlen 2020 an „Ja, ich will Oberbürgermeister werden!“

CSB-Stadtrat Christian Janele. Foto: T. Maurer

Regensburg – Paukenschlag in der hiesigen Politik-Szene. Exklusiv bestätigte Christian Janele dem Blizz gegenüber, dass er Oberbürgermeister der Stadt Regensburg werden will. „Ja, ich werde bei den Kommunalwahlen 2020 antreten“, erklärte der Vorsitzende der „Christlich-Sozialen Bürger (CSB) – WIR für Regensburg“. Damit positioniert sich Stadtrat Janele frühzeitig im Kampf um das höchste politische Amt der Stadt.

Von Mario Hahn

Christian Janele, CSB-Stadtrat und Immobilienkaufmann aus Regensburg, beklagt die aktuelle politische Situation in der Domstadt schon seit längerer Zeit. „Seit mehr als zwei Jahren fehlt der Oberbürgermeister. Seitdem wird die Stadt nur verwaltet, aber nicht regiert!“
Große Empörung spricht aus Christian Janele. Auslöser ist die „Regensburger Spendenaffäre“.

„Die Spendenaffäre, in die die großen Regensburger Parteien, SPD und CSU, verstrickt sind, ist beschämend und untragbar. Das hat unsere Stadt nicht verdient“, findet Christian Janele. Er fordert deshalb: „Wir brauchen wieder eine ordentliche Stadtführung und einen Oberbürgermeister, sonst steuern wir einem gefährlichen Stillstand entgegen, der dem Ruf Regensburgs, aber auch der Attraktivität für mögliche Investoren und damit dem wirtschaftlichen Wachstum schadet.“

Der Vorsitzende der „Christlich-Sozialen Bürger – WIR für Regensburg“ begegnet laut eigener Aussage „vielen Unternehmern und Geschäftsleuten aus unterschiedlichen Sparten, die es für absolut dringlich halten, dass kluge Entscheidungen getroffen und wichtige Weichen gestellt werden“.
CSB-Stadtrat Christian Janele erinnert an die Wahlversprechen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen aus dem Wahljahr 2014. „Alle wollten sie bezahlbaren Wohnraum schaffen. Und was ist in den letzten fünf Jahren passiert? NICHTS!“
Der Immobilienfachmann beklagt die städtische Strategie: „Da werden zwar Wohnghettos aus dem Boden gestampft, wie etwa das Dörnberg-Areal, aber wichtige Elemente der Infrastruktur vergessen, wie Fahrradwege. UNGLAUBLICH!“

Zudem entstehe ausschließlich „teurer Wohnraum“, bei dem „selbst gut verdienende Akademiker mittlerweile Probleme haben, weil die Immobilienpreise in dieser Stadt kräftig am Familienbudget nagen“. Daher laufe Regensburg Gefahr, dass sich die Gesellschaft spalte.
Christian Janele: „Wohnungsnot ist ein soziales Problem, zu dessen Lösung die Gesellschaft und damit die Politik verpflichtet ist! Aus diesem Grund: Stellen Sie im März 2020 die Weichen für eine bessere Zukunft!“


Sechs Fragen an den Regensburger Hoffnungsträger

Mario Hahn: Herr Janele, Sie sind Vorsitzender der Wählergemeinschaft CSB (Christlich-Soziale Bürger) Regensburg. Für die Kommunalwahl 2020 kandidieren Sie für das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Regensburg. Was ist Ihre Motivation?

Christian Janele: Vor allem möchte ich, dass die Bürgerinnen und Bürger wieder der Politik vertrauen. Es muss endlich ein massiver Umbruch stattfinden. Den hat die SPD zwar ganz groß bei den letzten Wahlen versprochen, aber nun ist sie in den größten Spenden- und Korruptionsskandal der Geschichte Regensburgs verstrickt. Dieses Thema beherrscht seit über zwei Jahren die täglichen Medien – und das nicht nur in Regensburg.

Vielen muss die Vorgehensweise aufgefallen sein, aber die Verantwortlichen haben dieses System vermutlich unterstützt oder sie haben weggeschaut. Schockiert ist man auch darüber, dass die CSU so stark darin verstrickt ist. Aber nun hat der Bürger die Möglichkeit, die Weichen zu stellen – und er muss sie stellen! Die Regensburgerinnen und Regensburger arbeiten hart und leisten wirklich viel, damit es uns allen so gut geht. Mich treibt an, dass sich jetzt endlich Grundsätzliches zum Wohle der Stadt und der Bürger ändern muss. Deshalb habe ich mich zur Kandidatur entschlossen.

Was würde ein Oberbürgermeister Christian Janele anders machen als die bisherige Stadtregierung?

Beruflich bin ich seit Jahrzehnten selbstständig tätig. Ich weiß, dass heutzutage gute Verwaltung und Fleiß alleine nicht mehr reichen. Heute muss man aufgeschlossen sein, bereit sein, Innovationen auch umzusetzen. Wenn ich bei Bürgerversammlungen bin, überrascht mich immer. welch gute Vorschläge ich höre. Die Bürgerinnen und Bürger machen sich Gedanken und bringen ihre Erfahrung als direkt Betroffene ein. Ich wundere mich immer, wie wenig ihnen zugehört, aufgenommen und umgesetzt wird. Schade, denn hier geht wirkliches Potential verloren! Für das Wichtigste halte ich, ein offenes Ohr zu haben und flexibel auf Anregungen zu reagieren.

Wenn ich Oberbürgermeister bin, werde ich als erstes…?

Grundsätzlich keine Parteipolitik machen, sondern die Interessen der Bürgerinnen und Bürger vertreten und sofort wieder eine Bürgersprechstunde einführen. Der Korruptionsskandal hat gezeigt, dass wohl nicht alle Informationen weitergegeben wurden und so auch der Stadtrat nicht immer ausreichend über Vergaben und Genehmigungen informiert worden war. So etwas darf nicht passieren! Ich will Transparenz und die Bürger bei Entscheidungen einbeziehen und entscheiden lassen. Nicht wie beim RKK, wo die Bürgereinstellung schon im Vorfeld deutlich erkennbar war und trotzdem eine Bürgerbefragung durchgeführt wurde. Schon die Einstiegsfrage empfanden viele Bürger als blanken Hohn.

Die nächsten drei Projekte sind…?

Ich kann mich gar nicht auf die drei wichtigsten beschränken. Es sprudelt nur so heraus, weil es auf der Hand liegt, dass viel zu tun ist. Es muss in Schulen, Kitas und bezahlbaren Wohnraum investiert werden. JETZT! Und nicht in ein paar Jahren. Dabei dürfen wir auch nicht die älteren Mitbürger vergessen. Ich denke da vor allem an die, deren Rente kaum zum Leben reicht. Die sich nur mit einem Mini-Job über Wasser halten. Was ist mit ihnen, wenn sie gar nicht mehr können? Hier brauchen wir Konzepte. Auch der Verkehr braucht dringend Lösungen.

Stichwort Finanzen: Wie wollen Sie die Stadt finanziell voranbringen?

Bisher war Regensburg verwöhnt, die Steuereinnahmen sprudelten nur so. Heuer zeichnet sich aber ein deutlicher Einbruch von 30 bis 40 Millionen Euro ab. Das heißt, viele wichtige Projekte wie z. B. die Sanierung von Schulen steht auf dem Spiel. Also muss dringend auf die Probleme der Wirtschaft, des Handwerks und der Altstadtkaufleute eingegangen werden, sie müssen gestärkt und gefördert werden. Ich möchte mit Regensburg wieder in die Erfolgsspur.

Stichwort Verkehr: Was würden Sie hierbei in Angriff nehmen?

Wir brauchen zur Entlastung der Stadtbewohner auf jeden Fall einen parallel verlaufenden Übergang zur Pfaffensteiner Brücke. Auch die kostenfreien Parkzeiten in Parkhäusern dürfen nicht abgeschafft werden. Um die Attraktivität der Altstadt zu erhalten, sollten wir günstige Parkhäuser rund um das Zentrum mit kostenfreien öffentlichen Verkehrsmitteln schaffen.

Um das Umsteigen auf den ÖPNV schmackhafter zu machen, darf eine Einzelfahrt nicht 3 Euro kosten, sondern muss deutlich günstiger werden. Radeln muss attraktiver und sicherer sein. Das heißt, sichere und durchgehende Fahrradwege. Deshalb fordern wir von der CSB einen Fahrradbeauftragten, der sich um diese wichtige Zielgruppe kümmert. Selbstverständlich unterstütze ich die Initiative Radentscheid. Das tun auch die Grünen, ich frage mich aber: Sie regieren doch mit; warum haben sie dieses wichtige Thema dann nicht vorangetrieben? Sie hatten immerhin fast sechs Jahre Zeit! Wenn ich Bürgermeister bin, werde ich das sofort umsetzen. Mir wäre es zu wenig, mich am Ende der Amtszeit einfach nur einer Initiative anzuschließen.

Die Idee einer 450 Millionen Euro teuren schienengeführten, lauten Straßenbahn mit Oberleitung sollte aufgegeben werden. Sie ist zu umständlich, zu teuer und lässt zu lange auf sich warten. Die Lösung ist eine moderne, flexible elektrisch betriebene Doppelgelenktram auf leiseren Gummireifen. Der Bund fördert dieses Projekt und wir sollten jetzt handeln, damit wir nichts verschlafen. Somit wäre dieses dringende Problem in einem bis eineinhalb Jahren gelöst. Die Umstellung auf Elektroantrieb wäre zudem ein wichtiger Beitrag für eine saubere Luft.


Stadtrat fordert „Trixi-Spiegel“

Schon wieder wurde ein Kind von einem Lastwagenfahrer beim Rechtsabbiegen übersehen. Der elfjährige Bub verstarb im Krankenhaus. Dieses Mal war es in München, das nächste Mal wieder in Regensburg? Wie erst vor kurzem? Vehement fordert Stadtrat Christian Janele deshalb die Einführung sogenannter „Trixi-Spiegel“ in Regensburg (Blizz berichtete). „Tragisch ist, dass die Opfer vermeidbar wären, wenn die Politik jetzt handeln und die von der CSB im Antrag geforderten Trixi-Spiegel einsetzen würde.“ Noch prüft die Verwaltung deren Einführung…

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