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Regensburg & Landkreis

Traumjob im Freibad? Christian Maier vom Wöhrdbad erzählt Meister der Abkühlung

Bademeister Christian Maier hat von seiner Aussichtsplattform im Wöhrdbad aus alles im Blick

Regensburg – Es ist sonnig, bei angenehm warmen 29 Grad. Bademeister Christian Maier sitzt in seinem Büro auf der Aussichtsplattform mit Blick über die Anlagen des Wöhrdbads. In den und um die Becken entspannte Badegäste, die den Sommertag genießen. Ein Traumjob durch und durch, sollte man meinen. Doch waren es zuletzt unruhige Zeiten in deutschen Freibädern, wie in Düsseldorf, wo sogar die Polizei anrücken musste. Kann so etwas auch in Regensburg passieren?

Von Claudia Böhm

Auf das extrem hohe Aggressivitätspotenzial der Badegäste bei der Rekordhitze der letzen Wochen war keiner gefasst. Wie aus dem Nichts heizte sich die Stimmung im Düsseldorfer Rheinbad am vergangenen Sonntag dermaßen auf, dass die Polizei eingreifen und das Bad räumen musste. In einem Essener Schwimmbad wurden zwei Bademeister und ein Mädchen von einer Gruppe junger Männern angegriffen. Bei einem Streit in einem Freibad in Mannheim setzte ein Mann sogar Pfefferspray ein, wodurch er fünf Menschen, darunter zwei Kinder, verletzte. Vielerorts stocken Freibäder nun ihr Sicherheitspersonal auf, um auf solche Situationen regieren zu können.

Im Wöhrdbad, dem Regensburger Kultbad in der Lieblstraße, arbeitet Bademeister Christian Maier mit seinen Kollegen im Drei-Schicht-Betrieb. Zu Stoßzeiten unterstützen Saisonkräfte, überwiegend Studenten, die Fachkräfte. An Spitzentagen tummeln sich bis zu viereinhalbtausend Badegäste in der Anlage. Im Schnitt sind es um die 1.300 Besucher pro Tag.

Auch Rasenmähen gehört zum Bademeisterjob

Christian Maier und sein Team kümmern sich um alles, was im Wöhrdbad anfällt: Von Verwaltungstätigkeiten über die Betreuung der technischen Anlagen bis hin zum Rasenmähen. Aber vor allem die Kommunikation mit den Badegästen ist es, die seinen Beruf so besonders macht, sagt Maier. Mit über 30 Jahren Berufserfahrung ist er ein „alter Hase“ im Bädergeschäft. Seine Ausbildung machte er im Westbad und hat seitdem viel erlebt. Das absolut Schlimmste seien Badeunfälle mit Kleinkindern. Er selbst habe so etwas leider schon öfter erlebt, sagt er sehr ernst. Diese Erlebnisse seien aber so belastend, dass man sie die meiste Zeit verdrängt.
Als Bademeister dürfe man keine Berührungsängste haben. Erste-Hilfe-Leistung gehört zu den wichtigsten Aufgaben in seinem Job, erklärt Christian Maier. „Bei aufgeschlagenen Kinderknien oder Schürfwunden wirkt ein Pflaster oft Wunder.“

Kommunikation ist für uns das A und O

Viele Gäste des Wöhrdbads kennt der Bademeister persönlich. „Speziell in unserem Bad machen wir einen Großteil schon glücklich, allein wenn wir aufsperren.“ Mit seinen Stammgästen pflegt er einen freundschaftlichen Umgang. Über fehlenden Respekt, den manche seiner Kollegen zu spüren bekommen, kann Christian Maier sich nicht beklagen. Solche Fälle wie in Düsseldorf, bei denen polizeiliche Unterstützung erforderlich ist, gebe es „im kleinen Rahmen“ im Westbad. „Bei uns ist bisher alles friedlich. Und so soll es bleiben!“

Das Freibadvergnügen im Wöhrdbad kostet pro Person 4,10 Euro, vergünstigt 2,20 Euro. Für Kinder bis zu einer Körpergröße von 1 Meter ist der Eintritt frei. Öffnungszeiten: 7–20 Uhr. Die Aufenthaltsdauer ist am Besuchstag innerhalb der Öffnungszeiten nicht begrenzt.

Mehr Infos unter www.das-stadtwerk-regensburg.de

Und was gehört nach Meinung des Bademeisters zu einem perfekten Tag im Freibad? „Angenehme Wärme, gute Stimmung, Pommes vom Kioskbetreiber und ein Eis für die Kids!“

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