Trotz Corona: Berufsorientierung beim digitalen Forscherinnen-Camp Mit der Infineon Technologies AG und der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg

Aktualisiert vor 2 Wochen von Nadja Pohr

Regensburg – Die Corona-Pandemie beeinflusst aktuell bekanntlich viele Bereiche – auch die Berufsorientierung für Jugendliche ist davon betroffen. Umso wichtiger ist es, dass Schüler*innen Möglichkeiten geboten werden, sich mit ihrer beruflichen Zukunft zu befassen.

Eine Gelegenheit dazu bot das digitale Forscherinnen-Camp mit der Infineon Technologies AG, einem der größten Halbleiterhersteller Deutschlands, und der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg am 30. und 31. März. Dort konnten Schülerinnen ab 15 Jahren in die Welt der technischen Berufe eintauchen, selbstständig ein eigenes Windrad errichten und sich über eine technische Ausbildung oder ein Studium zur Ingenieurin informieren.

„Mit dem Forscherinnen-Camp wollten wir jungen Frauen die Chance geben, das Berufsfeld der Ingenieurin kennenzulernen, sich für dieses Gebiet zu begeistern und ihnen die Möglichkeiten aufzeigen, die dieses Berufsfeld mit sich bringt“, erklärt Armin Gardeia, Leiter der „Jungen Hochschule“ der OTH Regensburg. Auch die Infineon Technologies AG war bei der Veranstaltung dabei und gewährte den Schülerinnen einen Einblick in ihr Unternehmen. „Es ist schön zu sehen, dass sich auch immer mehr Schülerinnen für Berufsperspektiven im High-Tech-Bereich begeistern. Dabei unterstützen wir gerne und freuen uns, dass wir den Teilnehmerinnen einen Einblick in eine Tätigkeit im modernen und nachhaltigen Umfeld bieten konnten“, erzählt Stefanie
Schütz, Mitarbeiterin im Bereich Human Resources des Unternehmens. Mit Hilfe von Dozent*innen, Studierenden und Ingenieur*innen bauten die Mädchen bei der digitalen Veranstaltung ein Windrad und konnten sich mit Ingenieurinnen unterhalten, um Fragen zu deren Berufsalltag zu stellen.

Digitale Alternative, um trotz der Pandemie Berufsorientierung zu ermöglichen

In diesem Jahr musste das Camp aufgrund der Pandemie online stattfinden. Im Mittelpunkt des ersten Tages der Veranstaltung stand der selbstständige Bau eines Windrads, für welches die Materialien im Vorfeld an die Teilnehmerinnen gesendet wurden. Doch bevor das eigene Tüfteln begann, erhielten die Mädchen einen ersten Einblick in die Arbeit der Infineon Technologies AG und konnten im „Ingenieurinnen-Talk“ erfahren, wie der Berufsalltag einer waschechten Ingenieurin aussieht. Mit vollem Elan bastelten sie daraufhin mit Hilfe von Ingenieurinnen und Dozentinnen an ihren Windrädern und präsentierten diese der Runde. Im Anschluss lernten die Schülerinnen alles rund um das Thema Bewerbung und konnten Fragen an die Expert*innen stellen. Am zweiten Tag des Forscherinnen-Camps hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, die OTH Regensburg besser kennenzulernen und sich über das Studium der Mikrosystemtechnik zu informieren. In einer Austausch- und Fragerunde brachten sie dann in Erfahrung, wie der Studienalltag von Studierenden der Hochschule aussieht und worauf es dabei ankommt. Abschließend gab es einen virtuellen Rundgang durch den Reinraum der OTH Regensburg und die Teilnehmerinnen erhielten einen Blick hinter die Kulissen des Arbeitsplatzes von Ingenieurinnen. “Während des Forscherinnen-Camps habe ich viel Neues kennenlernen dürfen und möchte nun gerne ein Praktikum als Ingenieurin absolvieren”, erzählte eine Teilnehmerin im Anschluss der zweitägigen
Veranstaltung.

Brücken bauen

Hinter den Forscherinnen-Camps stehen das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. und die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm. Das Camp ist eines von 16 Projekten und Angeboten der Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern 4.0, die auch vom bayerischen Wirtschaftsministerium gefördert wird. „Damit unsere bayerischen Unternehmen innovativ und wettbewerbsfähig bleiben, brauchen sie hochqualifizierte Nachwuchskräfte in den Bereichen Technik und IT. Wir möchten junge Frauen für diese Berufe begeistern und so wertvolles Potenzial ausschöpfen“, äußert sich Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer von bayme vbm.

Mini-Söckchen für Neugeborene

Nadja Pohr

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