Unterstützung für Steinsberger Naturerlebnis-Träume Blizz Leserreporter: „Seien Sie mutig, denken Sie das weiter“

STEINSBERG. Die Bienen summen, der Blick reicht weit – gemeinsam mit Vertretern der Bürgerinitiative StEiL und des Obst- und Gartenbauvereins Steinsberg war der Landtagsabgeordnete Tobias Gotthardt zur Streuobstwiese auf dem Oberen Weinberg zwischen Steinsberg und Eitlbrunn gekommen. Der Grund: Auf Initiative der Bürgerinitiative soll dort nach Kallmünzer Vorbild ein „Landschaftskino“ mit großem, hölzernem Rahmen und gemütlichen Sitzbänken entstehen.

„Eine prima Idee“, sagt Gotthardt, der als Kallmünzer Marktgemeinderat auch die Konstruktion in Rohrbach kennt. Neben der Unterstützungs-Zusage überbrachte er „sehr gute Eindrücke aus dem Regenstaufer Rathaus: Ich habe das Thema direkt mit Bürgermeister Josef Schindler besprochen und bin überzeugt, er unterstützt das nach allen Möglichkeiten“. Zunächst aber informierte Anita Michel den Landtagsabgeordneten vor Ort über Geschichte und Entwicklung des naturnahen Aussichtspunktes hoch über Steinsberg. So habe der Obst- und Gartenbauverein dort auf Ausgleichsflächen der Gemeinde eine Streuobstwiese angelegt, die dessen Mitglieder seit Jahren pflegten.

Direkt nebenan erstrecke sich das Landschaftsschutzgebiet am Weinberg mit wertvollen Trockenwiesen und Felsen. Dabei sei der Ort insgesamt durch einen Flurweg sowie eine Treppenanlage von der Ortsmitte aus bestens erreichbar. Überhaupt, so BI-Vertreter Armin Bauer liege die Wiese eigentlich am alten „Stadtweg“ Richtung Regensburg. Dieser sei Richtung Loch bereits reaktiviert, im Bereich des Weinbergs aber noch durch Verbuschung durchschnitten: „Eine Situation, die man zum Vorteil unserer Region und zur Anbindung an andere beliebte Wanderwege im Schwaighauser Forst, beenden könnte“. Auch der Gartenbauverein könne sich hier weiteres Engagement vorstellen – etwa einen beschilderten Naturerlebnispfad. „Mir gefällt Ihre positive Visionskraft“, so Gotthardt. Nach Gesprächen mit Bürgermeister Josef Schindler sei er sich sicher, „es findet sich ein Weg, das Projekt unter Federführung der Gemeinde zeitnah anzugehen und den Naturerlebnis-Traum vom ‚Landschaftskino‘ traumhaft umzusetzen“. Seine Empfehlung: „Seien Sie mutig, denken Sie das weiter“.

Auch Fördermöglichkeiten gebe es. Das EU-Programm LEADER zur Ländlichen Entwicklung etwa „fördert genau solche Ansätze mit bis zu 50 Prozent“, so Gotthardt, der auch Vorsitzender des Europaauschusses im Bayerischen Landtag ist: „Ich meine, dort sollte man anklopfen.“ Eine weitere Option ergebe sich durch die laufende Dorferneuerung in Steinsberg. Wichtig seien nun „erste, konkrete Gespräche mit Bürgermeister und Marktgemeinderat, dort liegt die Zuständigkeit“ – sowie die konkrete Ideensammlung: „Ich meine, hier oben haben wir die Chance für einen echten ‚Naturerlebnisraum Oberer Weinberg‘ als ökologischen Anziehungspunkt für die gesamte Region“. Dass Michel und die Bürgerinitiative diese Idee aus Eigenantrieb heraus so vorangetrieben hätten, „kann man nicht genug loben: Das ist echter, kreativer Einsatz für die eigene Heimat. Hut ab“, so Gotthardt.

Bürgerbüro Gotthardt

Bürgerbüro Tobias Gotthardt, MdL

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