Verkehrsberuhigung beunruhigt Autofahrer Mit verstärkten Kontrollen u.a. am Domplatz will die Stadt durchgreifen

In der Regensburger Innenstadt wird es eng für den Verkehr. Die Stadt hat – wenige Wochen vor der Kommunalwahl – fünf Sofortmaßnahmen beschlossen, die zu einer Entlastung der Altstadt führen sollen. Dass damit weitere Parkplätze wegfallen, passt aber nicht allen.

Der Domplatz ist jetzt Wohnverkehrsstraße
Der Domplatz ist jetzt Wohnverkehrsstraße. Foto: Refresh(pix)/AdobeStock

Viel zu tun haben dieser Tage die Kontrolleure des Verkehrsüberwachungsdienstes, der kommunale Ordnungsservice und die Polizei. Sie sollen dafür sorgen, dass die neuen Verkehrsregelungen eingehalten werden, die seit Freitag bzw. ab 14.2. in Teilen der Altstadt gelten. Dass es Autofahrern im Zentrum immer schwerer gemacht wird und vermehrt Parkplätze wegfallen, wie zum Beispiel am Domplatz, missfällt vor allem den ansässigen Kaufleuten.

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Tatsächlich machen Parkplatzsuchende einen großen Teil des Verkehrs in der Altstadt aus. Das Parkleitsystem zeigt regelmäßig die freien Plätze in den drei großen Parkhäusern am Dachauplatz, Bismarckplatz und Arnulfsplatz an, wenn die kostenfreie Alternative am Unteren Wöhrd tagsüber mal wieder mal voll belegt ist.

Die Sofortmaßnahmen

  • Domstraße, Domplatz und Krauterermarkt sind seit 7.2. ab der Zufahrt über das Herzogstor bis zur Einmündung Goliathstraße Wohnverkehrsstraßen. Zehn Kurzzeitparkplätze vor der ehemaligen Dompost werden zu Anwohner- und Behindertenstellplätzen.
Domplatz
Neue Verkehrsregelung rund um den Regensburger Dom. Grafik: Stadt Regensburg, Stadtplanungsamt
  • Unter den Schwibbögen wurde am Freitag die Fahrtrichtung geändert. An der Abzweigung zur Weiße-Hahnen-Gasse darf nur noch nach rechts gefahren werden.

 

  • Die Maximilianstraße wird ab 14.2. zwischen Grasgasse und Königsstraße zur Fußgängerzone. Für diesen Bereich gelten Zufahrtsbeschränkungen und festgesetzte Lieferzeiten.
Maximilianstraße
Die Maximilianstraße wird teilweise eine Fußgängerzone. Grafik: Stadt Regensburg, Stadtplanungsamt
  • Die Fröhliche-Türken-Straße darf ab 14.2. in zwei Richtungen befahren werden. Das soll den Durchgangsverkehr in der Maximilianstraße, Am Brixener Hof und in der Schäffnerstraße reduzieren. Die Obermünsterstraße kann damit auch von Süden her angefahren werden. Zwei Stellplätze in der Fröhliche-Türken-Straße entfallen.

Wohnverkehrsstraße und Fußgängerzone: Was ist erlaubt?

Für Fußgängerzonen und Wohnverkehrsstraßen in der Innenstadt gelten besondere Regelungen.

Fußgängerzonen

In den klassischen Fußgängerzonen gibt es festgesetzte, einheitliche Lieferverkehrszeiten, während derer die Befahrung durch Kraftfahrzeuge unter bestimmten Bedingungen gestattet ist.

  • morgens von 6 Uhr bis 10.30 Uhr
  • abends von 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr

Wohnverkehrsstraßen sind von der Regelung nicht betroffen. Hier sind Lieferungen jederzeit möglich.

Wohnverkehrsstraßen

Bei den Wohnverkehrsstraßen handelt es sich dem Grunde nach um gemeinsame Geh- und Radwege mit folgenden zugelassenen Verkehren:

  • Lieferverkehr
  • Handwerkerverkehr
  • Taxi
  • Ärzte im Dienst
  • Linienverkehr
  • Hotelzufahrt
  • Zufahrt zu Privatstellplätzen
  • Zufahrt zu Behindertenparkplätzen

 

Claudia Böhm

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