Vorerst kein Wasserkraftwerk bei Pielmühle Bayerischer Landtag stoppt geplanten Bau / Naherholungsgebiet bei Lappersdorf gerettet

Aktualisiert vor 5 Monaten von Claudia Böhm

Lappersdorf – Das Pielmühler Wehr bei Lappersdorf ist gerettet. Der Bayerische Landtag hat den geplanten Bau eines Wasserkraftwerkes (vorerst) gestoppt. Die Idylle am Naherholungsgebiet bleibt erhalten.

Von Mario Hahn

Freuen sich über die Entscheidung des Landtags (v. li.): Lappersdorfs Bürgermeister Christian Hauner, Zeitlarns Bürgermeisterin Andrea Dobsch und Landtagsabgeordneter Tobias Gotthardt. Foto: Seitz

Nicht nur die Artenvielfalt am Regen ist groß, auch die Natur geizt hier nicht mit ihren Reizen. Nicht umsonst ist der ruhig dahinfließende Fluss nördlich der Stadt Regensburg bei den Menschen äußerst beliebt.

Die Idylle war in Gefahr. Denn beim Pielmühler Wehr, das von den Menschen als Naherholungsgebiet genutzt wird, sollte ein Wasserkraftwerk mit einer Leistung von 500 Kilowatt entstehen. Gegner des Baus (u. a. Naturschutz und Fischerei) sahen Flora und Fauna sowie das Strandbad gefährdet und reichten im Bayerischen Landtag eine Petition ein – mit Erfolg. Die Mitglieder des Umweltausschusses sahen die Petition für berechtigt an und baten die Staatsregierung, das Vorhaben auf Eis zu legen, bis die politischen Rahmenbedingungen beim Neubau der sogenannten „Kleinen Wasserkraftwerke“ überprüft worden sind. Sowohl der Naturschutz wie auch die Naherholung sollen zudem künftig stärker gewichtet werden.

„… dem Kraftwerk das Wasser abgegraben.“

Tobias Gotthardt, Landtagsabgeordneter der Freien Wähler, ist zufrieden. „Der Fachausschuss hat sich nach reiflicher Abwägung für den Erhalt des Freizeitgeländes und der Biodiversität entschieden. Er hat dem Kraftwerk das Wasser abgegraben“.

Beeindruckt, so Gotthardt, habe letztlich auch die „Geschlossenheit der Betroffenen und Fachkräfte: „Wir haben – von der Politik bis zur Fischerei – an einem Strang gezogen, haben immer sachlich und ruhig argumentiert. Das zahlt sich nun aus“.

„Guter Tag für das Naherholungsgebiet Pielmühle“

Große Freude auch bei den Landtagsabgeordneten Dr. Franz Rieger und Sylvia Stierstorfer. „Heute ist ein guter Tag für das Naherholungsgebiet Pielmühle und den engagierten Austausch von Betroffenen vor Ort“, betonen die CSU-Politiker. Der Entscheidung war ein ausführlicher Dialog vorausgegangen, im Rahmen dessen sich Befürworter und Kritiker des Vorhabens u. a. bei einem runden Tisch austauschten.

Claudia Böhm

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