Welt-Glaukom-Woche: Augenklinik Regensburg informiert am 11. März im Krankenhaus Barmherzige Brüder Grünen Star therapieren

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Regensburg – Im Rahmen der Welt-Glaukom-Woche lädt die Augenklinik Regensburg zur kostenlosen Infoveranstaltung „Aktuelle Therapie des Grünen Star“ am Montag, den 11. März, um 14 Uhr in den Hörsaal des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder ein.

Über keinen unserer Sinne nehmen wir mehr Informationen auf als über das Auge. Gutes Sehen ist ein Wunder, das wir als selbstverständlich erleben. Doch nur gesunde Augen machen es möglich, dass wir Farben wahrnehmen, kleinste Details erkennen und dass uns auch Bewegungen am Rand des Gesichtsfelds nicht entgehen. Die moderne Augenheilkunde bietet immer bessere Chancen, das Sehvermögen ein Leben lang zu erhalten. Prof. Dr. Andreas Remky, Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Herrmann und das Team der Augenklinik Regensburg informieren, welche Volkskrankheiten in der Augenheilkunde von Bedeutung sind und berichten, wie es gelingen kann, im Falle einer Augenkrankheit das für die Lebensqualität so wichtige Sehvermögen oft über Jahre hinweg zu erhalten.
Rund 2,2 Millionen Menschen leiden in Deutschland an einem Grünen Star oder an einem Frühstadium des sogenannten Glaukoms, einem Augenleiden, das vor allem Patienten in der zweiten Lebenshälfte betrifft. Ohne Behandlung führt das Glaukom zur Erblindung, weil es den Sehnerv immer weiter schädigt. Ursache ist eine Abflussstörung des Kammerwassers, das den Augapfel dann zunehmend unter Druck setzt. Das Glaukom ist eine besonders tückische Erkrankung. Die Patienten selbst bemerken für eine lange Zeit keinerlei Symptome, weil der Sehverlust zunächst das äußere Gesichtsfeld betrifft und die Sehschärfe intakt bleibt. Wenn die Patienten selbst bemerken, dass mit ihren Augen etwas nicht stimmt, ist schon ein großer Teil des Sehnervs zerstört.
Die gute Nachricht für jeden Glaukompatienten ist, dass es heute eine ganze Palette von Behandlungsmöglichkeiten gibt, mit denen man sehr gute Aussichten hat, das Sehvermögen zu bewahren. In aller Regel wird ein Glaukom zunächst medikamentös behandelt. Vielen Patienten kann damit geholfen werden. Doch wenn der Augendruck mit Medikamenten nicht ausreichend gesenkt wird, die Tropfen nicht vertragen werden oder die Anwendung schwierig ist, gibt es sehr gute Alternativen.
Mehr Infos: www.augenklinik-regensburg.de.

 

Kleiner Eingriff – große Wirkung

Die Chirurgie des Auges und insbesondere die operative Behandlung der Glaukome, die ohnehin von kleinen Dimensionen – und entsprechend zarten Instrumenten – geprägt ist, hat in jüngster Zeit eine weitere Miniaturisierung erfahren: Mini-Implantate, die über einen kleinen Schnitt ins Auge eingesetzt werden. Bei dieser Behandlung wird mit sehr kleinen Implantaten der Abfluss des Kammerwassers verbessert. Die Augenchirurgen platzieren die Mini-Implantate (Stents) in die feinen Abflusskanälchen des Kammerwassersystems, unter die Lederhaut oder unter die Bindehaut. Die Öffnung durch den Chirurgen ist so klein, dass sie nicht genäht werden muss. Daher dauern diese Eingriffe auch deutlich kürzer als herkömmliche Operationen. Die Experten sprechen auch von „minimalinvasiver Glaukomchirurgie“
Vom 10. bis 16. März findet die Welt-Glaukom-Woche statt, organisiert von der World Glaucoma Association und der World Glaucoma Patient Association. Im Vordergrund stehen Bemühungen, bislang unentdeckte Glaukomfälle zu erkennen – dazu sind weltweit große Anstrengungen erforderlich. „B-I-G – Beat Invisible Glaucoma“ (Unsichtbare Glaukome besiegen), lautet deshalb der Slogan.

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