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Ratgeber, Regensburg & Landkreis

Wenn das Kind nicht zur Schule gehen will Gerade rund um den Einstieg in den Schulalltag können Eltern früh Weichen stellen

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) gibt Eltern Tipps, wie sie ihre Kinder auf den ersten Schultag vorbereiten können

Regensburg – Der erste Schultag naht – doch plötzlich bekommt es das künftige Schulkind mit der Angst zu tun. In extremen Fällen verweigern Kinder regelrecht, zur Schule zu gehen. Was tun?

„Eltern sollten ihrem Kind Sicherheit vermitteln und ihm zeigen: Wir sind für Dich da, begleiten Dich und haben immer ein offenes Ohr für Deine Sorgen“, rät Birgit Dittmer-Glaubig, Leiterin der Abteilung Berufswissenschaft im Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV). Kinder sollten erwarten, dass sie sicher sind, dass sie die Schule gerne haben, dort viele schöne Erlebnisse haben und viel Neues lernen werden: „Den Einschulungstag empfinden die meisten Kinder als wichtigen Tag in ihrem Leben. Er sollte daher ein Tag der Freude sein.“
Erste Anzeichen von Schulangst zeigen sich meistens schon Wochen vor Schulbeginn. Eltern, die diesen Ängsten sensibel nachgehen und sich folgende Fragen stellen, können ihrem Kind helfen:

■ Was weiß das Kind von der Schule?
■ Gibt es Geschwister oder Nachbarn, die negativ von der Schule berichtet haben?
■ Welche Erfahrungen hat das Kind bis jetzt mit dem Thema „Leistung“ gemacht?
■ Wie verlief die Vorschule im Kindergarten oder die Einschulung?
■ Hat das Kind erlebt, dass es Schwierigkeiten im Einschulungsprozess gab und immer wieder diskutiert wurde, ob es in die Schule gehen soll oder nicht?
■ Welche Geschichten oder Erlebnisse haben die Eltern über die Schule erzählt?
■ Gab es Bücher, die Angst vor der Schule machten oder Erzählungen von Oma und Opa, die Ängste weckten?

Die BLLV-Expertin empfiehlt ein offenes Gespräch, um herauszufinden, warum das Kind mit gemischten oder negativen Gefühlen an die Schule denkt.
Tipps für einen gelungenen ersten Schultag
Den ersten Schultag gemeinsam planen – das Kind sollte mitbestimmen dürfen, wer dabei sein darf, was es anziehen wird, ob es in den Gottesdienst gehen will und wie der Nachmittag gestaltet werden soll.
„Hilfreich kann auch sein, dem Kind von den eigenen Erlebnissen am Einschulungstag zu erzählen“, erklärt Dittmer-Glaubig. Äußerungen, wie „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens“, sollten vermieden werden. Von der Schule sollte nur positiv gesprochen werden.
Bevor der Tag anfängt, ist es ratsam, den Ablauf gedanklich noch einmal genau durchzugehen: „Wenn Du im Klassenzimmer bist und deinen ersten Schultag erlebst, warten wir auf Dich und sind schon ganz gespannt, was Du zu erzählen hast.“ Oder: „Wenn die Schule aus ist, gehen wir in die Kirche und dann mit all Deinen Gästen zum Essen.“
Eltern sollten ihrem Kind klarmachen, dass nur der erste Schultag ein ganz „besonderer Tag“ ist und der „normale“ Schultag anders aussieht.
Sicherheit, Zuversicht und Freude ausstrahlen – das vermittelt dem Kind Stabilität und macht es stark für das bevorstehende Ereignis. „Sollten die Ängste allerdings nicht verschwinden, empfiehlt es sich, schnellstmöglich die Lehrerin zu kontaktieren, um gemeinsam nach Ursachen und Lösungsmöglichkeiten zu suchen. „Damit sollte nicht zu lange gewartet werden, denn ein unguter Beginn der Schulzeit kann weitreichende Folgen haben“, weiß Dittmer-Glaubig.

 

Schule in der Oberpfalz

■ 9.069 Erstklässler werden am 10. September eingeschult
■ 54.163 Schüler/innen sind es insgesamt in der Oberpfalz (36.739 Grundschüler und 17.424 Mittelschüler)
■ In 232 staatlichen Grundschulen gibt es 1.669 Klassen.
■ 21,20 Grundschüler sind im Durchschnitt in einer Klasse (Vorjahr: 21,05)
■ An über 200 Grund-, Mittel- und Förderschulen werden im Schuljahr 2019/2020 bedarfsgerechte Ganztagsangebote kostenfrei zur Verfügung stehen

Info unter www.regierung.oberpfalz.bayern.de

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