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Regensburg & Landkreis

Zahnrettungsbox-Projekt im Universitätsklinikum Regensburg

Das Team des Zahntraumazentrums Regensburg (v.l.n.r.): PD Dr. Markus Zimmermann (Leiter Notaufnahme), Prof. Dr. Wolfgang Buchalla (Direktor, Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie), Prof. Dr. Kerstin Galler (stellv. Direktorin, Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie), Dr. Dr. Johannes Meier (Oberarzt, Klinik und Poliklinik Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie), Dr. Carina Walch (Oberärztin, Klinik und Poliklinik Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie), Prof. Dr. Dr. Torsten E. Reichert, (Direktor, Klinik und Poliklinik Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie), Dr. Matthias Widbiller (Assistenzzahnarzt, Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie). © UKR

Schnelle Hilfe bei Zahnunfällen

In den Ferien nimmt das Unfallrisiko bei Kindern und Jugendlichen zu. Da auch die Zähne von einem Unfall betroffen sein können, weist das Zahntraumazentrum des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) auf das Zahnrettungsbox-Projekt hin. Damit wird bei Zahnunfällen eine schnelle und optimale Versorgung sichergestellt.

 

Die Pfingstferien stehen kurz bevor und ein Blick nach draußen verspricht Sonne satt. Dies bedeutet für viele Kinder, endlich wieder raus, im Freien spielen und toben. Ein Unfall ist dabei schnell passiert, wie die Geschichte eines jungen Patienten am UKR zeigt, die sich vor kurzem ereignete. Ein vierzehnjähriger Junge wird von einem Auto angefahren. Neben diversen Verletzungen verliert er dabei auch einen Zahn. Der Rettungsdienst lagert den verlorenen Zahn sofort in einer speziellen Rettungsbox. Nachdem der Junge in der nächstgelegenen Notaufnahme erstversorgt worden ist, konnte ihm der Zahn dank der Verwahrung in der Rettungsbox im Zahntraumazentrum des UKR wieder erfolgreich zurückgesetzt werden. „Bei einem Zahnunfall ist es unbedingt erforderlich, den betroffenen Zahn durch die richtige Lagerung vital zu erhalten. Wenn verlorene Zähne oder Zahnfragmente in der Zahnrettungsbox zu uns transportiert werden, ist die Chance auf ein erfolgreiches Zurücksetzen und eine vollständige Ausheilung sehr hoch“, so Professor Dr. Wolfgang Buchalla, Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie des UKR. Das Zahntraumazentrum Regensburg hat für seine Patienten aus Ostbayern bei einem Zahnunfall eine 24-stündige Akutversorgung eingerichtet.

 

Rettungsbox hält Zähne nach einem Unfall vital

 

Im Zahntraumazentrum Regensburg haben sich am UKR die zahnmedizinischen Fachbereiche unter Federführung der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie zusammengeschlossen. Seit Gründung im Juni 2016 wurden bereits über 200 Zahnunfälle versorgt. „Die Patienten sind in knapp 60 Prozent der Fälle unter 20 Jahre, wobei wir immer zu Ferienzeiten eine Häufung spüren“, so Professor Dr. Dr. Torsten E. Reichert, Direktor der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des UKR. Um bei Zahnunfällen den eigenen Zahn möglichst gut erhalten zu können, hat das Zahntraumazentrum Regensburg in Zusammenarbeit mit www.zahnrettungskonzept.info das Zahnrettungsbox-Projekt gestartet. In der speziellen Rettungsbox werden die Zahnfragmente oder der Zahn nach einem Zahnunfall aufbewahrt und vital gehalten, so dass sie im Anschluss im Zahntraumazentrum Regensburg wieder entsprechend zurückgesetzt werden können. Um hier möglichst vielen Betroffenen helfen zu können, hat das Zahntraumazentrum Regensburg bereits Notaufnahmen und Rettungsdienste in Oberpfalz und Niederbayern – von Passau bis hin nach Kelheim, Landshut, Cham, Wunsiedel und Neumarkt i.d.Opf. – mit der Rettungsbox ausgestattet. Dieses Netzwerk soll künftig noch weiter ausgebaut werden und auch Sportvereine und Schulen mit einbeziehen.

 

Optimale Versorgung nach Zahnunfall am UKR

 

Das Zahntraumazentrum Regensburg des UKR dient mit seinem umfassenden Leistungsspektrum als zentrale Anlaufstelle bei Zahnunfällen in Ostbayern. Neben der akuten Erstversorgung zählen in interdisziplinärer Zusammenarbeit auch langfristige Nachbehandlungen zum Angebot des Zahntraumazentrums. Je nach Art und Umfang der Zahnverletzung sind bei Diagnostik und Therapie ebenso die Polikliniken für Kieferorthopädie und Zahnärztliche Prothetik, die Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie (Traumanetzwerk Ostbayern) sowie die Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des UKR eingebunden. Darüber hinaus kooperiert das Zahntraumazentrum Regensburg auf bayernweiter Ebene mit dem Zahnunfallzentrum Würzburg.

 

Neben der Patientenversorgung arbeitet das Zentrum auch aktiv mit Zahnmedizinern in der Region zusammen. So veranstaltet das Zentrum interne und externe Fort- und Weiterbildungen oder unterstützt niedergelassene Kollegen bei der Behandlung von Zahntraumata.

 

Auch in Forschung und Lehre ist das Zahntraumazentrum Regensburg als universitäre Einrichtung aktiv. Die Spezialisten des Zahntraumazentrums Regensburg leiten und betreuen zahlreiche wissenschaftliche Projekte zu zentralen Themen wie Prävention, Zahnerhaltung und therapeutischen Maßnahmen zur Regeneration nach einem Zahnunfall. „Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse fließen direkt in die Behandlung der Zahnverletzungen ein und tragen so dazu bei, dass ein Zahnunfall keine lebenslangen Folgen haben muss“, so Professorin Dr. Kerstin Galler, Leiterin des Bereichs Endodontie der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie des UKR.

 

Spitze in der Medizin. Menschlich in der Begegnung.

Das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) versorgt als jüngstes Universitätsklinikum Deutschlands jährlich etwa 35.000 Patienten stationär sowie ca. 142.000 ambulant. Hierfür hält das UKR 833 Betten und 52 tagesklinische Behandlungsplätze bereit (von insgesamt 1.087 universitär betriebenen Betten der Fakultät für Medizin der Universität Regensburg). In 28 human- und zahnmedizinischen Kliniken, Polikliniken, Instituten und Abteilungen beschäftigt das Universitätsklinikum Regensburg mehr als 4.400 Mitarbeiter.

Das UKR bietet Spitzenmedizin und ist dafür in allen Bereichen personell wie technisch ausgestattet. Bei der durchschnittlichen Fallschwere („Case-Mix-Index“) liegt das UKR an der Spitze der deutschen Universitätsklinika und behandelt damit die schwersten Krankheitsbilder bundesweit. Neben der Patientenversorgung der höchsten Versorgungsstufe ist das UKR gemeinsam mit der Fakultät für Medizin der Universität Regensburg für die Ausbildung von rund 2.000 Studierenden (Human- und Zahnmedizin) sowie für die medizinische Forschung verantwortlich. Gemeinsames Ziel aller Mitarbeiter sind die optimale medizinische und pflegerische Versorgung der Patienten sowie ein wertschätzendes Miteinander im Team.

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