Regensburg – „Das jüdische Gemeindehaus ist das einzige Gebäude, das in der Reichspogromnacht 1938 nicht zerstört wurde“, erklärt Dr. Werner Chrobak, Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (2. v. li.). Das sei jedoch nur einem glücklichen Umstand geschuldet, hätten doch die Nationalsozialisten Angst gehabt, ein Feuer könne auch auf umliegende, nicht-jüdische Gebäude übergreifen.

Nun bekommt das Gemeindehaus ein neues Dach und wird insgesamt saniert. Unterstützung erhält die Gemeinde von Lotto Bayern. Das zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebaute Haus gehört zu etwa 400 Objekten, welche die private Denkmalstiftung dank Mitteln der GlücksSpirale und der Rentenlotterie unterstützt. „Bei einer Gesamtinvestition von 2,5 Millionen Euro sind wir für jeden Betrag dankbar“, freut sich Ilse Danziger, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Regensburg (3. v. re.), über die 25.000 Euro.