Neues Elektrofahrzeug kommt nach Stadtamhof

Regensburg – Seit November vergangenen Jahres wächst die E-Carsharing-Flotte von das Stadtwerk.Mobilität fleißig weiter. Mit der Indienststellung des fünften Fahrzeugs vergangene Woche geht eine erste Phase der Einführung in Regensburg zu Ende. Doch die Planungen für eine Erweiterung der Fahrzeuganzahl laufen bereits auf Hochtouren.

Von Matthias Dettenhofer

„Langfristig ist es das Ziel, das Verkehrsaufkommen in der Stadt Regensburg zu reduzieren“, erklärt Bürgermeister Jürgen Huber. „Denn weniger Verkehr bedeutet mehr Lebensqualität.“ Mithelfen, den Energienutzungsplan der Stadt umzusetzen, soll das E-Carsharing-Projekt Earl von das Stadtwerk. Das Prinzip ist einfach: Nutzer, die nur selten ein Auto benötigen, teilen sich ein Fahrzeug. „Das kommt für alle günstiger und entlastet die Umwelt“, freut sich der Grünen-Stadtvertreter. Besonders löblich sei, dass der Earl zu 100 Prozent mit Ökostrom der REWAG geladen wird.

Earl läuft zu 100 Prozent mit Ökostrom der REWAG

Fünf Fahrzeuge stehen nun seit vergangener Woche im Dienst für die Regensburgerinnen und Regensburger. „Wir sind überwältigt von diesem Erfolg. Fast 800 Nutzer haben sich bisher registriert“, erklärt Manfred Koller, Geschäftsführer von das Stadtwerk.Mobilität. Insgesamt 3.600 Mal wurden die Autos bisher ausgeliehen und dabei eine Nutzungsdauer von über 16.400 Stunden abgeleistet. Der Umwelt blieben so bei etwa 160.000 gefahrenen Kilometern 24 Tonnen Kohlendioxid erspart.

Riesiger Erfolg als Ansporn für die Zukunft

Ein Mega-Erfolg, der zugleich auch Ansporn für die Zukunft ist. „Natürlich wollen wir dieses Modell weiter ausbauen. Das ist nicht das Ende. Unsere Flotte soll auf mindestens zehn Fahrzeuge anwachsen.“ Zumal auch der Landkreis Regensburg das Potential des E-Carsharings erkannt hat und mit dem KERL selbst zwei Fahrzeuge am Landratsamt Regensburg und in Wiesent stationiert hat. Auch hier sollen noch fünf weitere KERLs folgen. Die Landkreisfahrzeuge werden dabei ebenfalls über das Buchungssystem unter www.heyearl.de verwaltet. Eine fruchtbare Kooperation, um das innovative und umweltfreundliche Mobilitätsangebot zu erhöhen.

E-Carsharing-Projekt noch nicht zu Ende

Doch wie funktioniert Earl genau und vor allem, was kostet es? „Die Preise sind so kalkuliert, dass das Angebot sehr interessant für die Nutzer ist“, so das Stadtwerk-Geschäftsführer Olaf Hermes. Regulär kostet eine Stunde 2,99 Euro. Um 1,50 Euro günstiger wird es für Besitzer eines RVV-Abos. REWAG-Kunden erhalten zudem einen Rabatt von 50 Cent. Hat man sowohl Abo als auch einen REWAG-Vertrag, fährt man also für 99 Cent pro Stunde. Also, nichts wie unter heyearl.de registrieren, am Kundencenter der REWAG Führerschein und Ausweis vorlegen und umweltfreundlich durchstarten.