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Zwei neue Ausstellungsabteilungen im Museum der Bayerischen Geschichte sind fertig Ein Stück Landtag in Regensburg

Exponat der Ausstellung "Wirstchaftswunder" im Museum der Bayerischen Geschichte

Viele Klein- und Kleinstwagen aus den 50er- und 60er-Jahren bilden im Obergeschoss des Museums einen Korso Richtung Brenner. Kunstminister Bernd Sibler und Museumsdirektor Dr. Richard Loibl interessieren sich besonders für ein Goggomobil aus Niederbayern.

Regensburg – Nach vier Jahren Bauzeit schreiten die Arbeiten am Museum der Bayerischen Geschichte am Donaumarkt sichtbar voran. Am 4. Juni wird der Monumentalbau offiziell eröffnet. Die Ausstellungsabteilungen „Demokratisierung“ und „Wirtschaftswunder“ sind schon fertig und konnten vorab besichtigt werden.

Von Claudia Böhm

Löwenbräu-Löwe im Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg

Der Löwe im Foyer bekommt vor der Eröffnung noch einen richtigen Sockel, von dem aus er die Besucher in Zukunft empfängt.

Zusammen mit Kunstminister Bernd Sibler präsentierte der Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, Dr. Richard Loibl, Pressevertretern die Ausstellungsabteilungen „Demokratisierung“ und „Wirtschaftswunder“. Sechs Wochen vor der Eröffnung gab er erste Einblicke in das neue Museum am Donaumarkt.

Es sind zentrale Themen der Nachkriegsgeschichte, die in der Mitte der Dauerausstellung angesiedelt sind. Mit dem Mobiliar des alten Plenarsaals aus dem Bayerischen Landtag wird das Thema „Demokratisierung“ inszeniert. Besucher können nicht nur auf den alten Holzklappstühlen Platz nehmen, sondern auch, wie die Landtagsabgeordneten damals in München, über Gesetze abstimmen. Beim Anblick des hölzernen Rednerpults wird Bernd Sibler nostalgisch. Hier hielt er als Minister seine erste Rede im Parlament. Für die umstrittene Architektur des Gebäudes erhofft er sich einen ähnlichen Effekt wie bei der Elbphilharmonie. Er halte die Außengestaltung für sehr gelungen, „auch wenn der Regensburger sich schwer damit tut.“

 

 

Rednerpult des Bayerischen Landtags

Minister Bernd Sibler und Museumsdirektor Dr. Richard Loibl am Rednerpult, das einst im Bayerischen Landtags beheimatet war.

Gerade in Bayern wird das „Wirtschaftswunder“ eng mit der Automobilindustrie verknüpft. Da ist es kein Zufall, dass das Thema anhand eines illustren Korsos aus Automobilikonen der 1950er- und 60er-Jahre dargestellt wird. „Mein Lieblingsauto ist der rote Spatz“, gesteht Dr. Richard Loibl, „auch wenn der nur knappe 100 geht.“ Bernd Sibler hingegen lässt es sich nicht nehmen, in einem Goggomobil Platz zu nehmen. Auch wenn er darin etwas beengter sitzen dürfte als in den Staatskarossen, mit denen bayerische Minister normalerweise unterwegs sind.

Bis zur großen Eröffnung ist im Museum noch einiges zu tun. „Aber wir werden fertig“, so der Direktor. „Und wenn nicht, dann wird man das nicht sehen.“ Ab 5. Juni können sich die Regensburger dann endlich selbst ein Bild machen.


Eintrittspreise für das Museum

  • Im Eröffnungsmonat Juni ist der Eintritt frei. Aber auch ab 1. Juli gestalten sich die Eintrittspreise moderat.
  • Erwachsene zahlen 5 Euro für den Besuch der Dauerausstellung, ermäßigt nur 4 Euro.
  • Für Kinder und Jugendliche sowie für Studentinnen und Studenten bis 30 Jahre ist der Eintritt frei.
  • Und: Der Eintritt ist generell nur für den Besuch der Dauerausstellung im Obergeschoss zu entrichten. Das Foyer des Museums soll als Flaniermeile für alle offengehalten werden.

Mehr Infos unter www.hdgb.de.

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