Das ändert sich 2021 im Bausektor Neues zum Jahreswechsel für Bauherren und Modernisierer

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Baukindergeld: Der Bund hat den Förderzeitraum um drei Monate verlängert. Bau- und kaufwillige Familien können sich ihren Anspruch darauf nun noch bis zum 31. März 2021 sichern. Wer bis dahin einen Kaufvertrag unterzeichnet oder eine Baugenehmigung erhalten hat, kann noch bis Ende 2023 einen Förderantrag auf das Baukindergeld stellen. Über einen Zeitraum von zehn Jahren sind bis zu 12.000 Euro staatliche Förderung je Kind erhältlich.

Maklerkosten: Entlastung winkt für Käufer von Wohnungen und Einfamilienhäusern: Wird der Makler vom Verkäufer beauftragt, muss der mindestens die Hälfte der Provision zahlen. Neu ist auch, dass ein Maklervertrag künftig schriftlich festgehalten werden muss, also beispielsweise per E-Mail. Diese Regelung gilt schon seit dem 23. Dezember 2020.

Mehr Wohngeld: Wenn Energieunternehmen ihre Mehrkosten durch den CO2-Preis an ihre Kunden weitergeben, belastet das Menschen mit geringen Einkommen stärker. Um das auszugleichen, erhalten Empfänger von Wohngeld ab Januar einen zusätzlichen Betrag von etwa 15 Euro monatlich – und weiteren 3,60 Euro pro zusätzlichem Haushaltsmitglied. Die Bundesregierung will mit dem neuen Wohngeld Geringverdiener unterstützen, die noch keine andere staatliche Hilfe bekommen. Etwa 665.000 Haushalte sollen davon profitieren.

Neues Jahr, neue Gesetze

Höhere Wohnungsbauprämie: Wer noch auf Haus oder Wohnung spart, kann auch profitieren: von der verbesserten Wohnungsbauprämie. Die steigt nämlich nicht nur ab 2021, sie wird auch mehr Menschen zugänglich. Bekamen Singles die Prämie bisher für einen Sparbetrag von höchstens 512 Euro, liegt die Grenze jetzt bei 700 Euro pro Jahr. Bei Paaren steigt sie von 1.024 auf 1.400 Euro. Für diese Sparbeträge zahlt der Staat ab 2021 eine Zulage von 10 Prozent (bisher 8,8 Prozent) – und zwar für Singles, deren zu versteuerndes Einkommen nicht über 35.000 Euro im Jahr liegt sowie für Paare mit maximal 70.000 Euro Einkommen. Bisher lagen die Einkommensgrenzen bei 25.600 und 51.200 Euro.

Nachmeldefrist Solarstromanlagen: Am 31. Januar endet die Nachmeldefrist für das Markstammdatenregister, in dem unter anderem Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher gelistet sind. Zur Nachmeldung sind Sie verpflichtet, wenn Ihre Anlage mit dem allgemeinen Stromnetz verbunden ist. Das gilt auch dann, wenn Ihre Anlage schon lange läuft oder bereits in jenem Register bei der Bundesnetzagentur gelistet war, das dem Marktstammregister vorausging. Wer die Frist verpasst, der droht nicht nur die Vergütung für den eingespeisten Strom zu verlieren, sondern muss womöglich noch ein Bußgeld zahlen.

Zentrale Anlaufstelle für energetische Sanierung: Ab 2021 reicht ein zentraler Antrag für verschiedene Fördermaßnahmen zur energetischen Sanierung bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude, kurz BEG.

Strom: Beim Strom besteht für das kommende Jahr insgesamt die Aussicht auf geringfügig niedrigere Preise – weil die neue CO2-Bepreisung im Gegenzug durch Senkungen bei der Erneuerbare-Energien-Umlage (EEG-Umlage) ausgeglichen werden soll und weil die Beschaffungskosten 2020 deutlich gesunken sind. Wenn Anbieter dies an Verbraucher weitergeben, kann ein Durchschnittshaushalt mit einer Entlastung von etwa 30 Euro pro Jahr rechnen.

Impfen, Baby-TV, E-Rezepte…

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