Welchen Schutz Sie wirklich brauchen Mit Versicherungen ist das so eine Sache!

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Mit Versicherungen ist das so eine Sache! Manche sind überflüssig, viele sind sinnvoll – und einige sind einfach unersetzlich!

Das Leben kann ein Risiko sein – nach diesem Leitsatz verkaufen Versicherungsunternehmen vermeintlichen Schutz für alle Lebenslagen. Von der Hochzeits-Rücktrittsversicherung über Krebsversicherungen bis hin zu Verträgen für Waschmaschine und Trockner: Es gibt wenig, was sich heutzutage noch nicht irgendwie versichern lässt. Sinnvoll ist das in vielen Fällen jedoch nicht. Zwei Versicherungen sollte aber wirklich jede Bürgerin oder jeder Bürger in Deutschland haben: eine Kranken- und eine Haftpflichtversicherung. Darüber hinaus gibt es je nach Lebenssituation einige weitere Versicherungen, die sinnvoll sein können. Andere sind verzichtbar. Am sinnvollsten ist es, wenn man sich umfassend darüber informiert. (Sehr) wichtige Versicherungen sind auf jeden Fall.

Private Haftpflichtversicherung: Ein absolutes Muss für jeden!

Eine Privathaftpflichtversicherung ist Gold wert, sie schützt vor Schäden, die in die Millionen Euro gehen können. Schnell kann man vor dem finanziellen Kollaps stehen.
Denn es gilt: Wer anderen durch Unvorsichtigkeit oder Leichtsinn einen Schaden zufügt, muss dafür aufkommen. Das betrifft nicht nur den Rotweinfleck auf der Tischdecke, sondern auch schwere Unfälle und zerstörte Gebäude. Eine Privathaftpflichtversicherung sollte daher jeder haben. Trotzdem verfügten laut Statistischem Bundesamt 2018 nur knapp 83 Prozent aller Haushalte in Deutschland über einen solchen Vertrag.

Eine Privathaftpflicht versichert Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Ein Großteil der Sachschäden – wie eine zerbrochene Scheibe – kostet maximal ein paar Tausend Euro. Richtig teuer kann es dagegen werden, wenn Menschen verletzt werden.

Ein Beispiel:

Eine Radfahrerin stürzt wegen Ihnen. Sie muss ins Krankenhaus und anschließend mehrere Wochen in die Reha. Dann zahlen Sie nicht nur das Schmerzensgeld und die Behandlung, sondern auch den Verdienstausfall der Radlerin – also den Vermögensschaden, der ihr entsteht, weil sie nicht arbeiten kann. Stirbt die Radfahrerin durch Ihr Verschulden, können die Forderungen der Hinterbliebenen in die Millionen gehen. Sie haften für den entstandenen Schaden – und zwar bis zu Ihrer persönlichen Pfändungsgrenze.

Die private Haftpflicht zahlt nicht für:
  • Verletzungen am eigenen Körper, die Sie sich (versehentlich) selbst zugefügt haben,
  • vorsätzlich verursachte Schäden,
  • Schäden aus strafbaren Vergehen,
  • Geldstrafen und Schäden durch die Verletzung vertraglicher Pflichten,
  • Schäden, die die Kfz-Haftpflichtversicherung abdeckt,
  • Schäden durch Hunde.

Was man auch nicht vergessen darf: Die private Haftpflichtversicherung deckt nur den privaten Bereich ab. Wichtig (vor allem für Freiberufler / Selbstständige) kann deshalb zusätzlich noch eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung sein. Bei einigen Berufszweigen ist außerdem eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung sinnvoll.

Wohngebäudeversicherung: Für einen Immobilienbesitzer unerlässlich!

Wenn Unwetter über das Land ziehen, ist es schnell passiert: Der Sturm fegt Ziegel vom Dach, Fenster gehen durch umherfliegende Äste zu Bruch. Im Jahr 2020 haben vor allem Sturm, Hagel und Starkregen deutschlandweit Schäden in Höhe von 2,5 Milliarden Euro* angerichtet, einen großen Teil davon an Gebäuden. (* Quelle: GDV – Die Deutschen Versicherer)

Eine Wohngebäudeversicherung schützt den Immobilienbesitzer im Falle eines Schadens am Eigenheim durch Feuer, Blitzschläge, Leitungswasser, Sturm oder Hagel vor einem finanziellen Verlust. Sie übernimmt die Kosten von notwendigen Reparaturen bis hin zum Wiederaufbau des Hauses. Somit ist für jeden Hausbesitzer eine solche Wohngebäudeversicherung sinnvoll. Die Gebäudeversicherung zählt nach wie vor zu den freiwilligen Versicherungen. Wird ein Gebäude über eine Bank finanziert, ist in der Regel ein Nachweis über die Versicherung erforderlich. Bei einem Verkauf des Wohngebäudes geht die Versicherung übrigens mit dem Grundbucheintrag automatisch auf den neuen Eigentümer über. Somit ist ein lückenloser Versicherungsschutz gewährleistet.

Für viele Hauseigentümer ist das die wichtigste Frage, die sich beim Abschluss einer Wohngebäudeversicherung stellt: Was ist versichert?

Die Wohngebäudeversicherung zahlt für Schäden am Gebäude oder an festem Inventar. Dazu gehören zum Beispiel Heizungsanlagen, aber auch die Einbauküche, der fest verlegte Fußboden und die eingebaute Badewanne. Wenn hingegen Möbel oder Ähnliches beschädigt werden, ist das ein Fall für die Hausratversicherung. Zusätzlich kann man eine Wohngebäudeversicherung mit einer Elementarschadenversicherung abschließen. Das bietet den großen Vorteil, dass die Immobilie auch gegen außergewöhnliche Naturereignisse abgesichert ist. Mit dem Elementarschutz als Zusatz zur Gebäudeversicherung sind Sie im Schadenfall gegen folgende Extremereignisse versichert:

  • Hochwasser
  • Schnee-Lawinen
  • Schlammlawinen
  • Rückstau
  • Erdsenkungen und Erdrutsch
  • Schneedruck
  • Erdbeben
  • Vulkanausbrüche

Erdbeben und Vulkanausbrüche sind hierzulande eher nicht relevant. Überflutete Keller, hervorgerufen durch Starkregen, der nach oben drückt, kommen inzwischen allerdings sehr häufig vor. Wie wichtig eine Elementarversicherung inzwischen ist, zeigt auch die Kampagne des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft. Über 90 Prozent aller Immobilien sind gegen Elementarschäden versicherbar. Für einige Wohngebiete in Deutschland ist nur eine Teilabsicherung gegen Elementarschäden möglich, da das Eintreten eines Schadenereignisses generell ungewiss und nicht vorhersehbar sein darf.

Hausratversicherung: Schutz bei Einbruch, Brand und Wasserschäden!

Ein Wasserrohrbruch kann die Möbel und den Fußbodenbelag ruinieren, eine vergessene Kerze verursacht einen Wohnzimmerbrand, ein Einbrecher klaut Bargeld und den teuren Fernseher oder randaliert, weil er nichts findet. All diese Ereignisse strapazieren nicht nur die Nerven, sondern verursachen auch Kosten. Wie hoch diese sind, hängt davon ab, wie viel der Hausrat wert und wie groß der entstandene Schaden ist. Vor allem, wenn man sich gerade komplett neu eingerichtet hat oder hochpreisige Möbel besitzt, können Schäden teuer werden. Eine Hausratversicherung hilft, nicht selbst auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Eine Hausratversicherung schützt bei Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm/Hagel sowie bei Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus nach einem Einbruch und kann individuell ergänzt werden. Im Gegensatz zur Wohngebäudeversicherung, die das Gebäude und die damit fest verbundenen Gebäudeteile (Türen, Fenster, Treppen usw.) versichert, deckt die Hausratversicherung Schäden an der Einrichtung, etwa an Möbeln und Geräten, ab. Einfach gesagt: Alles, was Sie bei einem Umzug mitnehmen können, können Sie über die Hausratversicherung absichern. Die versicherten Gefahren sind bei den Versicherern gleich, je nach Gesellschaft gibt es individuelle Zusatzleistungen und Ausprägungen.

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