Höchste Geburtenzahl in Bayern seit über zwei Jahrzehnten Auf 100 Mädchen kamen im Vorjahr 105 Jungen

Im Jahr 2019 wurden in Bayern 128.227 Kinder lebend geboren. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Zunahme um 0,5 Prozent bzw. 611 Geburten. Die Zahl der Verstorbenen ist dagegen im gleichen Zeitraum um 0,4 Prozent auf 134.313 Sterbefälle gesunken. Damit wurden 2019 bayernweit 6.086 weniger Menschen geboren als gestorben sind.

Im Jahr 2019 kamen in Bayern 128.227 Babys lebend zur Welt, dies entspricht der höchsten Geburtenzahl seit dem Jahr 1997 (130 517 Geburten). Geboren wurden 62.467 Mädchen und 65.760 Jungen, auf 100 weibliche kamen damit knapp 105 männliche Lebendgeborene. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik waren das 0,5 Prozent mehr Geburten (+611) als im Jahr 2018. Dabei registrierten fünf der sieben Regierungsbezirke einen Anstieg der Geburtenzahlen. Die deutlichsten Zunahmen ergaben sich für die Regierungsbezirke Niederbayern (+2,8 Prozent), Oberpfalz (+2,4 Prozent) und Oberfranken (+2,3 Prozent). Die Veränderungsraten in den vier weiteren Regierungsbezirken lagen zwischen +2,2 und -1,4 Prozent.

Mehr Sterbefälle als Geburten

Im Freistaat sind im Jahr 2019 insgesamt 134.313 Menschen gestorben, womit die Anzahl der Sterbefälle verglichen mit 2018 um 496 zurückging. Wie in den Vorjahren konnten auch im Jahr 2019 die natürlichen Bevölkerungsverluste durch Sterbefälle nicht über Geburten ausgeglichen werden. Dieser Sterbefallüberschuss ist in Bayern bereits seit dem Jahr 2001 zu beobachten, er ist im Jahr 2019 (-6.086) jedoch erneut geringer ausgefallen als im Vorjahr (-7.193).

Auf der Ebene der Regierungsbezirke fiel für Oberbayern die Bilanz der natürlichen Bevölkerungsentwicklung (Lebendgeborene minus Gestorbene) positiv aus (+6.035 Personen). In den anderen sechs Regierungsbezirken lag die Anzahl der Sterbefälle hingegen über der Anzahl an Geburten.

Positiver Wanderungssaldo im Freistaat

Insgesamt nahm in Bayern im Jahr 2019 wie bereits berichtet die Bevölkerungszahl um 48.016 Personen zu, da der positive Wanderungssaldo gegenüber dem restlichen Bundesgebiet sowie dem Ausland die Verluste in den natürlichen Bevölkerungsbewegungen kompensieren konnte.

Claudia Böhm

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