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Blizz Leserreporter, Kultur & Freizeit, Soziales

Blizz Leserreporter Leihoma / Opa – wo bist du ?

Manuela Kreß

Leihoma / Opa klingt seltsam, werden Sie denken, und ich gebe Ihnen Recht. Die Vorstellung, eine Person für eine bestimmte Zeit zu leihen, natürlich auch, wobei das im Geschäftsbereich ja schon gang und gäbe ist. Doch im privaten eher nicht. Aber warum will man das überhaupt?

Als Alleinerziehende freut man sich über jede Hilfe, die man bekommen kann, egal, in welcher Form. Eine solche Hilfe ist eine liebe Person, die gerne Zeit mit dem eigenen Kind verbringt, der man vertraut. Das schafft Zeit für andere Dinge. Man kann arbeiten oder in Ruhe einkaufen gehen, den Haushalt erledigen oder Termine wahrnehmen, die mit Kind einfach nicht oder schwer möglich sind. Diese liebe Person unternimmt derweil mit dem eigenen Kind eine Spielplatzreise oder liest Bücher, bastelt etwas und es kann eine wunderbar wertvolle Bindung entstehen. Ich bin der Meinung, dass man von älteren Menschen viel lernen und profitieren kann, als Erwachsener und als Kind erst recht. Oft sind sie geduldiger im Umgang und aufgrund ihrer Erfahrungen von unschätzbarem Wert.

Sie werden sich fragen: „Wo sind die eigenen Großeltern der Kinder und warum kümmern die sich nicht um die Enkel?“ Die Gründe dafür sind vielfältig und traurig zugleich, mal sind es Probleme untereinander, Desinteresse seitens der Großeltern, oft spielt die Entfernung eine Rolle und manchmal sind sie einfach nicht mehr am Leben. Man wünscht sich für sein Kind, dass es liebe Großeltern hat, aber leider ist dies oft nicht der Fall. Und da kommen die Leihomas und -opas ins Spiel. Es muss nicht immer der Stammbaum entscheiden, wen wir mögen und lieb gewinnen und wer gut für einen ist. Es gibt viele ältere Menschen, die einsam sind und gerne Zeit mit Kindern verbringen würden und sich auch über etwas Familienanschluss freuen. Doch leider wissen sie nicht, dass auch sie gesucht werden, da es wieder einmal an der Kommunikation scheitert: Die älteren Menschen wissen nicht, dass es Stellen gibt, bei denen man sich melden und informieren kann, wie zum Beispiel bei der Diakonie Regensburg oder im Jugendamt Regensburg. Ältere Menschen gehen tendenziell nicht ins Internet, aber der altbewährte Weg, in der Zeitung zu inserieren, spricht bestimmt einige an. Die Nachfrage nach solch lieben Personen ist groß, sehr groß. Oft kann daraus eine tiefe Bindung und Zuneigung entstehen und es ist, als wären es die eigenen Großeltern und man hat ein Stück Familie gewonnen. Ich hoffe, dass sich bald etwas bewegt in Sachen Kommunikation und dass es einige Initiativen gibt, um die Menschen näher zusammenzubringen. Jeder kann nur davon profitieren.

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