Baseball-Stadt Regensburg Softballplatz der Legionäre: Stadt und Freistaat beteiligen sich an Sanierung

Nach drei Monaten Bauzeit, dem Einsatz vieler Ehrenamtlicher und einem Budget von 55 Tausend Euro erstrahlt der Softballplatz neben der Armin-Wolf-Arena in neuem Glanz. Obwohl die Stadt sich zu einem Drittel und der Freistaat sich mit 20 Prozent an den Kosten für die Sanierung beteiligt haben, erhofft man sich bei den Legionären mehr Einsatz für den Standort.

Insgesamt 16 Teams nutzen den frisch sanierten Softballplatz. Foto: Stefan Müller

Die Domstadt betreibt Spitzensport in vielen Bereichen. Während man vor allem von Sportarten wie Fußball (SSV Jahn) oder Eishockey (EVR) hört, gehören jedoch auch lokale Tennisspieler, Handballer, Leichtathleten oder Schwimmer zur deutschen Sportelite.

Die Buchbinder Legionäre spielen seit 1995 ununterbrochen in der 1. Bundesliga Süd. Zehnmal schlossen die Regensburger die Ligarunde als Erster ab, fünf Deutsche Meisterschaften konnten sie gewinnen. Mit 28 Mannschaften, von den Kleinsten (Bambinis, Teeball und Tossball) über die Mädchen und Damen (Softball) bis hin zu den Herren, decken die Legionäre alle Ligen und Altersklassen in Bayern, bzw. Deutschland ab. Das Sportinternat in Regensburg war 2002 das europaweit erste Baseball-Internat und hat in diesem Bereich 12 Athleten betreut, die es mit Profiverträgen zu MLB-Organisationen in die USA geschafft haben, 19 Spieler sind in die Herrennationalmannschaft eingestiegen und sechs sind mit Collegestipendium von Regensburg aus in die USA gegangen.

Drohnenaufnahme des sanierten Softballplatzes. Foto: Tobias Dietrich

Softballplatz für 55.000 Euro saniert

Bei dieser Erfolgsbilanz war es höchste Zeit, dass der in die Jahre gekommene Softballplatz, auf dem auch die Damen-Teams mit der ersten Mannschaft in der Softball Bundesliga trainieren, eine Rundumerneuerung erhält. Mit neuer Sandfläche vom Premiumpartner Guggenberger, neuem Fangnetz, das mit einer Hebebühne von Biberger Lift angebracht wurde, und zwei neuen Tribünen steht spannenden Spielen jetzt (fast) nichts mehr im Weg. Nach einer Corona-bedingten Zwangspause laufe der Trainingsbetrieb zwar wieder, doch wann es wieder Spiele gebe, sei derzeit noch unklar, erklärt Pressesprecher Tobias Dietrich. Wer trotzdem Baseball-Luft schnuppern will, hat ab 27. Juli im Rahmen des Open Air Kinos Gelegenheit, ins Stadion zu kommen. „Es werden auf jeden Fall wieder einige Klassiker dabei sein, aber sicherlich kommen auch die Fans der neueren Filme auf ihre Kosten,“ so Dietrich.

Mehr Unterstützung gewünscht

Bei aller Freude gibt es von den Baseballern aber auch einen deutlichen Wunsch in Richtung Politik: Für viele Regensburger Vereine sei es schwer, mit Konkurrenten mitzuhalten, weil etwa Kosten für Anlagen – anders als an anderen Standorten – von den Vereinen selbst getragen werden müssten. „Wir sind zuversichtlich, dass mit Dr. Astrid Freudenstein als Sportbürgermeisterin dieses Problem angegangen werden kann und Regensburg damit noch mehr zur Sportstadt wird.

Die Armin-Wolf-Arena
  • … ist das größte Baseballstadion Deutschlands.
  • Seit 1998 ist sie die Spielstätte der Regensburg Legionäre.
  • 2009 war sie Spielstätte der Baseball-WM-Vorrunde mit 38.000 Besuchern an vier Tagen.
  • 3.100 Zuschauer finden in der Arena Platz.
  • Die Arena ist nicht nur Sportstätte, sondern auch Eventlocation, Open Air-Kino sowie Austragungsort kultureller Veranstaltungen.

Claudia Böhm

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